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MEERSCHWEINCHEN: Allgemeines/Haltung
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Meerschweinchen kommen aus Südamerika und sind ausgesprochene Rudeltiere, d. h. sie sollten nicht einzeln gehalten werden. Hierzulande ist die Haltung von mindestens 2 Tieren Vorschrift. Idealerweise aber hält man ein Männchen mit mehreren Weibchen, da dies ihrer natürlichen Lebensform entspricht. Auch mehrere Weibchen oder mehrere kastrierte Männchen kann man zusammen halten. Sie sind tag- und nachtakiv mit Hauptaktivität in den Morgen- und Abendstunden. Meerschweinchen sind sehr hitzeempfindlich, Temperaturen über 25°C ertragen sie schlecht (Vorsicht bei Transport im Sommer im Auto), ideale Haltungstemperaturen sind 15-21°C. Hitzeschlag kann ein Notfall sein. Der Grundriss des Käfigs sollte mindestens 100 x 50cm gross sein für 2 Tiere, idealerweise natürlich grösser, ev. mit einer 2. Ebene und vielen Unterschlüpfen (das Meerschweinchen ist ein Fluchttier, das sich gerne versteckt). Sie können auch bei uns drinnen wie draussen gehalten werden. Bei Aussenhaltung ist die Sicherung des Geheges gegen Räuber (Vögel, Füchse, Katzen...) wichtig. Aussenhaltung ist auch ganzjährig möglich (nur zu empfehlen nach gezielter Information über die Bedingungen). Meerschweinchen brauchen eine gleichmässige aber auch abwechslungsreiche Fütterung. Futtermischungen (Körner) sind häufig zu kohlehydrat- und fettreich, sodass diese häufig zu Verfettung führen, daher nur mit Mass füttern. Wichtig ist, dass Heu und Wasser zur freien Verfügung vorhanden sind, um eine genügende Rohfaser- und Flüssigkeitszufuhr zu gewährleisten. Wobei die Trinkflasche nicht empfohlen wird, da das Meerschweinchen dadurch eine unphysiologische (abnormale) Haltung beim Trinken einnehmen muss. Zur Versorgung mit Vitamin C sollte jeden Tag frisches Futter wie Obst, Gemüse und Salat gefüttert werden. Vorsicht bei stark saftendem und /oder verdorbenem Futter (siehe Verdauungsorgane).
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MEERSCHWEINCHEN: Erkrankungen der Verdauungsorgane (Magen-Darmtrakt, Zähne)
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Sind häufige Erkrankungen Zahnfehlstellungen (Malokklusion): Zahnspitzen oder Brückenbildungen sind sehr häufig, da die Zähne lebenslang wachsen und häufig inkorrekt abgenützt werden. Als Folge entstehen scharfkantige Zähne, die Verletzungen der Zunge und Mundschleimhaut verursachen können und als Folge Abszesse. Ursachen für Zahnfehlstellungen sind genetisch, durch Fehlernährung bedingt (Raufuttermangel, unausgewogenes Kalzium- /Phosphorverhältnis) oder eine Folge von Krankheiten mit Anorexie (keine oder stark verminderte Nahrungsaufnahme). Symptome und Folgen sind Abmagerung, Tympanie (Blähungen), Speichelfluss und Abszesse. Magen- Darm -Tympanie (Blähungen)/Gastroenteritis (Magen- Darm-Entzündung): Entstehen durch Fütterungsfehler (gärfähige, unhygienische, zu kalte Futtermittel, plötzliche Futterumstellung), durch Zahnerkrankungen (siehe oben), durch Infektionen (Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten) aber auch durch Gabe verschiedener Medikamente (z.B. Antibiotika) oder durch andere Erkrankungen, die mit Appetitlosigkeit/Anorexie einhergehen. Symptome sind ein aufgetriebener, schmerzhafter Bauch (Abdomen), ein aufgekrümmter Rücken und eine Verweigerung der Nahrungsaufnahme. Notfall: Bei längerem Bestehen der Blähungen kann durch Druck auf die inneren Organe ein Schock (Kreislaufversagen) ausgelöst werden, was zum Tode führen kann.
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MEERSCHWEINCHEN: Respirationstrakt (Atemapparat)
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Rhinitis (Schnupfen), Bronchitis, Pneumonie (Lungenentzündung): Können infektiös bedingt sein durch Viren, Bakterien oder Parasiten (Würmer) aber auch allergisch (verschiedene Allergene). Symptome sind Niesen, Husten, Würgen, Nasen- und Augenausfluss und Dyspnoe (Atemnot/Atemschwierigkeiten). Vorsicht geboten ist bei Zwangsfütterung, da durch Verschlucken/„Einatmen“ des Futters in die Lunge eine Lungenentzündung (Aspirationspneumonie) entstehen kann.
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MEERSCHWEINCHEN: Harnorgane
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Entzündung von Blase und Niere: Meist aufsteigend, d.h. mit Bakterien von aussen/vom Darm, z.B. bei unhygienischer Haltung. Blasensteine: Kommen häufig vor und sind meist kalziumhaltig. Ursachen sind mangelhafte Flüssigkeitsaufnahme, zu kalziumreiche Nahrung aber auch chronische Harnwegsinfekte. Symptome sind Mühe beim Harnabsetzen, Schmerzen oder gänzliches Fehlen des Harnabsatzes. Zur Prophylaxe unbedingt genügend Wasser bereitstellen, eher kalziumarmes Futter füttern und ev. Vitamin C dem Trinkwasser beimengen (zur Senkung des PHs im Harn).
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MEERSCHWEINCHEN: Augen und Ohren
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Augenentzündungen: Ursachen sind Bakterien, Viren, Fremdkörper (z.B. Strohhalme) oder auch Allergien. Ohrenentzündungen: Aussenohr (Otitis externa): Kann durch Verletzungen, Fremdkörper oder Parasiten entstehen. Symptome sind Krustenbildung, Wassereinlagerung, Kopfschütteln und Kratzen. Innenohr (Otitis interna): Bakterien, Viren und eventuell Parasiten können dafür verantwortlich sein. Symptome sind Kopfschiefhaltung, Gleichgewichtsstörungen und auch Allgemeinstörungen.
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MEERSCHWEINCHEN: Muskel-/Skelettsystem
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Vitamin C-Mangel (Skorbut): Meerschweinchen können, wie der Mensch, kein Vitamin C (Ascorbinsäure) körpereigen synthetisieren und sind daher auf genügende Versorgung von aussen angewiesen. Bei Mangel entstehen vermehrt Blutungen in der Muskulatur, dadurch Bewegungsstörungen, spontane Brüche, wie auch Entzündungen und Blutungen von Zahnfleisch und wackelnde Zähne. Meerschweinchenlähme: Es wird vermutet, dass die Ursache viralen Ursprungs ist, welches Virus genau, ist aber nicht geklärt. Die Tiere zeigen häufig zunächst ein Hoppeln auf den Hinterbeinen, das jedoch progressiv verläuft und zu einer generalisierten Lähmung führen kann. Frakturen (Brüche): Verursacht durch Stürze, Tritte oder Quetschungen.
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MEERSCHWEINCHEN: Haut
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Cheilitis (Lippengrind): Krustös veränderte entzündete Lippen bei eher gut genährten Tieren. Die Ursache dieser Krankheit ist nicht genau geklärt, man vermutet einen zugrunde liegenden Vitamin C-Mangel und Mikroverletzungen an den Lippen durch ungünstiges Futter. Auch Viren oder eine schlechte Immunabwehr könnten eine Rolle spielen. Talgdrüsentumore (Atherome): Umfangsvermehrung der Haut, können weich oder hart sein, teilweise sind sie schwarz pigmentiert. Sie entstehen durch Anschoppung von Drüsensekret im Rücken- und Bauchbereich und können operativ entfernt werden.
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MEERSCHWEINCHEN: Krallen
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Zu lange oder eingewachsene Krallen entstehen durch mangelnde Abnutzung aufgrund von Bewegungs- und Beschäftigungsmangel. Deshalb ist es wichtig, dass die Tiere nicht alleine gehalten werden und auch ein genügend abwechslungsreiches Gehege haben.
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MEERSCHWEINCHEN: Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
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Erkrankte Tiere trinken vermehrt und setzen auch vermehrt Urin ab. Sie sind eher dick und können einen Katarakt (grauer Star, Augentrübung) entwickeln. Die Ursache dafür ist genetisch oder viral. Einzige Behandlung ist Insulin.
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KANINCHEN: Allgemeines: Haltung und Fütterung
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Die Haltung von Kaninchen erfreut sich in der Schweiz grosser Beliebtheit, vor allem auch bei Kindern. Beim folgenden Beitrag ist es wichtig zu erwähnen, dass die meisten Notfälle und Krankheiten bei diesen Hasenartigen auf Grund von Fehlhaltung und /-ernährung entstehen. Deshalb möchte soll kurz auf die Haltung und Fütterung von Kaninchen eingegangen werden. Dieser kurze Beitrag hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Jeder Kaninchenhalter sollte sich vor der Anschaffung gründlich mit der artgerechten Haltung dieser doch anspruchsvollen Tiere beschäftigen.
Fütterung Kaninchen sollten 24 Stunden Futter zur freien Verfügung haben. Fastentage dürfen nicht eingelegt werden, da die Nahrung nur durch Nachschieben von neuem Futter weitertransportiert wird. Wenn kein Futter angeboten wird, legt man ihre Verdauung lahm. Sie sind unbedingt auf Rohfasern (Heu) angewiesen. Dies sollte in guter Qualität und Menge stets zur freien Verfügung stehen. Es soll auch die erste Nahrung am Morgen darstellen, 2-3 Stunden vor der Verfütterung von Grünfutter. Zu frühes Füttern von Grünfutter begünstigt Blähungen. Jeder Futterwechsel soll langsam (über 14 Tage) und in kleinen Portionen stattfinden. Körnerfutter soll sehr verhalten verfüttert werden, da es einen sehr hohen Energiegehalt hat. Nur in Extremsituationen (z.B. Trächtigkeit, Krankheit, extreme Kälte) brauchen Kaninchen mehr Körner/ Energie. Brot ist kein ideales Futtermittel für Kaninchen, da es viel zu viel Energie aufweist und Kaninchen zu Fettleibigkeit neigen. Besitzer verfüttern es häufig im falschen Glauben, dass es die Abnützung der Zähne fördert.
Haltung Kaninchen sollten nie in Einzelhaltung gehalten werden. Menschen und Meerschweinchen sind keine Ersatzartgenossen für sie. Sie brauchen einen adäquaten Auslauf, was ca. 6m2 für 2-3 Tiere bedeutet. Pro Tier muss mindestens ein Unterschlupf gewährleistet sein. Sie bewegen sich am liebsten auf Naturboden und brauchen natürliche Nagematerialien. Reine Weibchengruppen sollten vermieden und Männchen bevorzugt kastriert werden.
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KANINCHEN: Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
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Blähungen (Trommelsucht, Tympanie) Eine aktue Blähung des Blinddarmes bedeutet ein Notfall. Tiere mit einer Tympanie zeigen oft eine verkrümmte Körperhaltung, verweigern das Futter und wirken in ihrem Allgemeinbefinden deutlich reduziert. Nach einer gewissen Zeit kann man den verspannten und vergrösserten Bauch spüren. Die Kaninchen zeigen anfänglich eine durch die Schmerzen bedingte erschwerte Atmung, was bis hin zu einem totalen Kreislaufversagen (Schock) führen kann. Dies ist eine lebensbedrohliche Situation, und die Tiere können innerhalb von Stunden sterben. Meist entstehen akute Blähungen im Zusammenhang mit der Fütterung. Wenn ungewohntes Frischfutter oder Trockenfutter in solchen Mengen verfüttert wird, dass der Darm überfordert ist, und es zu Fehlgärungen kommt. Im Frühling müssen die Tiere langsam an das Frischgras gewöhnt werden. Auch Zahnprobleme können der Grund für Blähungen sein, da jedes Zahnproblem gezwungenermassen eine Veränderung der Futtergewohnheit nach sich ziehen wird. Auch können Parasitosen die Ursache für akute und vor allem auch wiederkehrende Tympanien sein.
Haarballenbildung (Trichobezoar) Trichobezoare sind Haarballenbildungen im Magen-Darm-Trakt, die durch das Verschlucken von Haarknäueln oder durch das Fressen eigener oder fremder Haare zustande kommen. Die Ursache ist meist ein Mangel an Rohfasern. Häufiger sind Angorakaninchen betroffen, grundsätzlich kann es aber bei allen Kaninchen auftreten. Meist handelt es sich nicht um ein akutes Krankheitsbild. Es sind Tiere, die über eine längere Zeit abmagern und zunehmend Schwäche zeigen. Häufig beeinflussen die Haarballen die Verdauung aber auch nicht und stellen einen Zufallsbefund dar. Magenüberladung Die Ursache für eine Magenüberladung ist die übermässige Aufnahme von Futter, das im Magen quillt oder gärt. Im Gegensatz zu der Tympanie (siehe oben) fühlt sich nicht der ganze Bauch verspannt und hart an. Er ist weich und elastisch, auf der linken Seite lässt sich oft der pralle Magen ertasten. In einem fortgeschrittenen Stadium ist auch eine Magenüberladung ein Notfall und kann zu einer lebensbedrohlichen Situation führen.
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KANINCHEN: Zahnprobleme
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Kaninchen gehören nicht zu den Nagetieren, sonder gehören zu der Ordnung der Hasenartigen. Trotzdem haben sie mit den Nagern sehr viel gemeinsam. Das Hauptunterscheidungsmerkmal sind zwei zusätzliche Stiftzähne hinter den Schneidezähnen (Incisivi) im Oberkiefer. Wie bei den Nagern wachsen aber alle Zähne zeitlebens, durch gegenseitiges Abschleifen behalten sie ihre physiologische Länge. Dies wird durch die Ausbildung des Kiefergelenks als Schlittengelenk, welches vor- und rückwärtige Unterkieferverschiebungen zulässt, ermöglicht. Besonders langsames Fressen, übertriebenes Kauen, unnatürliches Wachstum der vorderen Zähne und speichelverschmierter Unterkiefer- und Kehlbereich sind Hinweise auf Zahnprobleme. Die Voraussetzung für die Abnützung der Zähne ist eine adäquate Fütterung. Körner- und Pelletfutter sättigen das Tier schneller, folglich muss es nicht so lange kauen, und die Zähne können sich nicht ausreichend abnützen. In der Folge bilden sich Zahnspitzen. Für den Besitzer sind nur die Schneidezähne sichtbar. Die Backenzähne, bei denen auch häufig Probleme auftreten, kann nur der Tierarzt mit speziellen Hilfsmitteln einsehen. Diese können je nach Lokalisation die Wangen- oder die Zungenschleimhaut reizen. Im Extremfall kann es im Unterkiefer zu Brückenbildungen über der Zunge kommen. Zahnprobleme sind selten Notfälle. Sie bilden sich über eine längere Zeit an. Die meisten Zahnprobleme entstehen durch falsche Fütterung. Nur wenige sind angeboren. Eine besonders schwerwiegende Erkrankung ist die Abszessbildung der Zahnalveolen (Zahnfächer). Es kann zu Knocheneinschmelzungen, Knochenauftreibungen und anderen Komplikationen kommen.
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KANINCHEN: Kaninchenschnupfen
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Der sogenannte „ansteckende Schnupfen“ ist bei den Kaninchen weit verbreitet. Die Symptome sind zuerst nur ein kurzes trockenes Niesen, ohne Störung des Allgemeinbefindens. Im weiteren Verlauf kommt ein weisslich eitriger Nasenausfluss dazu und die Haare an der Nasenöffnung und den Vorderläufen sind verklebt. Es können auch die Bindehäute und das Mittel-/ und Innenohr betroffen sein. In einem weiteren Stadium kann es zu einer schwierig zu behandelnden Lungenentzündung (Pneumonie) kommen. Der Kanichenschnupfen wird vor allem durch Bakterien (Pasteurella multocida, evtl. auch Bordetella bronchiseptica und anderen) ausgelöst. Es handelt sich selten um einen Notfall, wichtig ist aber zu erwähnen, dass das frühe Erkennen und Behandeln im Verlauf der Krankheit sehr wichtig ist. Viele dieser Patienten entwickeln nämlich relativ starke Symptome, an denen sie trotz der Therapie sterben können. Zusätzlich ungünstige Faktoren sind: überhitzte Stallanlagen mit hoher Luftfeuchtigkeit, Zugluft, Staubbelastung und Stress.
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KANINCHEN: Myiasis (Fliegenmadenbefall)
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Dabei handelt es sich um die Eiablagen von Gold- und Schmeissfliegen in Wunden oder in den Bereich der Analregion. Bei zu langen Haaren, schlechter Umgebungshygiene oder Durchfall kommt es eher zu einem Madenbefall. Zudem sind geschwächte Tiere gefährdeter. Deshalb ist vor allem in den Sommermonaten eine regelmässige Kontrolle von Kaninchen, die draussen (selten auch drinnen) gehalten werden, nötig. Vorbeugend sollte man langhaarigen Tieren das Fell vor allem am Po stutzen, die Käfige sauber halten, verschmutze Tiere säubern und täglich die Tiere auf Madeneier kontrollieren (die Eier sind meist als kleine weiße Punkte im Fell zu erkennen, die Maden als kleine weisse Würmer). Eine Myiasis ist ein Notfall, da sich die Maden innerhalb kürzester Zeit tief in der Haut fressen können und zu massiven Schmerzen, Infektionen und einem Kreislaufversagen führen können.
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RATTE: Allgemeines/Haltung
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Ratten sind sehr gesellige Tier, daher sollten sie am besten mindestens zu zweit gehalten werden. Der Käfiggrundriss für ein Rattenpaar muss mindesten 50x80 cm gross sein und die Höhe mindestens 80 cm. Für jedes weitere Tier muss die Hälfte des Grundrisses dazugezählt werden. Ratten sind Klettertiere und brauchen für eine artgerechte Haltung mehrere Etagen im Käfig und viele verschiedene Klettermöglichkeiten (Seile, Röhren, Äste, Leitern usw.), aber auch Sand oder Erde zum Graben sind zu empfehlen. Mindesten ein Häuschen als Rückzugsort sollte zu Verfügung stehen. Da Ratten sehr reinliche Tiere sind, sollte der Käfig häufig gereinigt werden. Zur Abwechslung und Beschäftigung empfiehlt sich ein täglicher Auslauf von mindestens 1Stunde unter Aufsicht. Ratten sind Allesfresser, fressen aber überwiegend Pflanzen. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört Obst, Gemüse, vorgefertigtes Futter (mit Mass) und 1-2x in der Woche ungewürztes, gekochtes Fleisch, Fisch, Geflügel oder Ei, Magerquark oder milder Käse. Das Nagebedürfnis sollte vorwiegend mit unbehandelten Ästen und zwischendurch ev. mit hartem Brot oder mit Nüssen (mit Mass) befriedigt werden. Es muss immer Trinkwasser zu Verfügung stehen.
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RATTE: Neoplasien (Tumore)
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Kommen bei Ratten sehr häufig vor und treten in der Regel etwa im Alter von 2 Jahren auf. Tumore können bei später Erkennung einen Durchmesser von 8-10 cm erreichen. Einzige Therapie ist eine operative Entfernung.
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RATTE: Erkrankung des Respirationstrakts
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Der häufigste Vorstellungsgrund der Ratte beim Tierarzt.
Rhinitis (Schnupfen), Bronchitis, Pneumonie (Lungenentzündung): Ursache sind eine Vielzahl von Erregern (Bakterien, Viren, Pilze) und auch die Symptome sind vielfältig wie Niesen, Husten, Atembeschwerden aber auch Apathie und Appetitlosigkeit. Häufig sind Augen (Entzündung) und Ohren (Innenohrentzündung) mitbeteiligt. Harder’sche Drüse (Nickhaut-Drüse): Eine Drüse im Augenwinkel mit einem rötlichen Sekret, das bei der Körperpflege auf dem Fell verteilt wird. Das rote Sekret ist normalerweise nicht sichtbar. Kranke Tiere jedoch zeigen häufig einen erhöhten Putztrieb, dabei kann es zu Ansammlungen des Sekrets im Augenwinkel und zum Abfluss durch die Tränenkanäle in die Nase kommen, was dann wie blutender Augen- oder Nasenausfluss aussehen kann.
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RATTE: Erkrankungen der Verdauungsorgane
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Durchfall /Darmentzündung: Können infektiöse Ursachen haben (Bakterien, Viren, Parasiten), aber auch bei plötzlichem Futterwechsel, verdorbenem Futter sowie einer längerandauernden Anibiotikagabe auftreten. Symptome sind weicher bis flüssiger Kot. Bei schwerem Verlauf können auch Störungen des Allgemeinbefindens, Appetitlosigkeit, Apathie, Schmerzen, Abmagerung und Austrocknung auftreten.Wegen einer Schleimhautfalte im Magen ist es der Ratte nicht möglich zu erbrechen.
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CHINCHILLA: Allgemeines/Haltung
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Allgemeines Chinchillas sind bei uns weit weniger verbreitet als andere Nager. Dies hängt zum Teil damit zusammen, dass sie nachtaktiv sind, z.B. für Kinder also völlig uninteressant. Auch in der Tierarztpraxis trifft man sie entsprechend selten an. Chinchillas sind typischerweise gesunde Tiere, die sehr lange keine Krankheitssymptom zeigen. Wenn ihre Besitzer Veränderungen feststellen, befinden sich die Tiere meist schon in einem sehr fortgeschrittenen Krankheitsstadium, und eine Therapie kommt häufig zu spät. Auch bei den Chinchillas gilt, dass die meisten Krankheiten in Folge Fehlhaltung entstehen, weshalb kurz etwas zur Haltung gesagt sei. Die Ausführungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bevor man ein Chinchilla kauft, ist eine sorgfältige Studie der Fachliteratur nötig.
Haltung Chinchillas sind in den südamerikanischen Anden beheimatet. Ihr Lebensraum befindet sich in Höhen von über 4000 m über Meer. Chinchillas sind dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber halten sie sich meistens in Felsspalten auf und schlafen. Dies gibt ihnen auch Schutz vor der Hitze. Da sie keine Krallen haben, können sie sich nicht eingraben. Chinchillas sollten auch bei uns nie grosser Hitze ausgesetzt werden. Temperaturen über 25-30° können gefährlich werden, da sie auch keine Schweissdrüsen besitzen. Hitzschlag ist ein möglicher Notfall bei Chinchillas.
Wichtig ist auch, dass ihr Gehege ihnen Springen, Hüpfen und Klettern erlaubt, denn Chinchillas sind sehr
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CHINCHILLA: Zahnprobleme
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Die Zähne der Chinchillas wachsen zeitlebens, durch gegenseitiges Abschleifen behalten sie ihre physiologische Länge. Die Voraussetzung für die Abnützung der Zähne ist wie auch bei allen anderen Nagern und Hasenartigen eine adäquate Fütterung. Körner- und Pelletfutter sättigen das Tier schneller, folglich muss es nicht so lange kauen, und die Zähne können sich nicht ausreichend abnützen. In der Folge bilden sich an den Backenzähnen Zahnspitzen. Diese können je nach Lokalisation die Wangen- oder die Zungenschleimhaut reizen. Es können massive Entzündungen der Maulschleimhaut entstehen, die sehr schmerzhaft sind. Die Zähne verlieren ihre gelbbraune Farbe und werden porzellanfarben. Besonders langsames Fressen, übertriebenes Kauen, Abmagerung, Tränenfluss und speichelverschmierte Unterkiefer- und Kehlbereiche sind Hinweise auf Zahnprobleme.
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CHINCHILLA: Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
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Chinchillas besitzen einen sehr empfindlichen Magen-Darmtrakt, der auf falsches Futter und auf schnelle Futterwechsel mit Blähungen, Durchfall, aber auch Verstopfung (Obstipation) reagieren kann. Magen- und Darmentzündungen stellen beim Chinchilla die häufigste Krankheits- und leider auch Todesursache dar. Zusätzlich zu den diätetischen (durch das Futter bedingte) gibt es auch infektiöse Ursachen (siehe „Giardiose“), die zu Magen-Darmproblemen führen können. Rektumprolaps (Vorfall des Enddarmes) Die Ursache ist meist eine hochgradige Verstopfung (siehe dort), eine massive Darmentzündung (Enteritis) oder eine Geburt. Der Enddarm wird so weit herausgedrückt, dass er aus dem After herauskommt. In einem weiteren Stadium kommt es zu einer Blutstauung und einem Absterben der Schleimhaut. Ab diesem Zeitpunkt ist die Prognose äusserst schlecht und jegliche Therapie kommt zu spät.
Giardiose Giardien sind Einzeller (Protozoen), wie z.B. auch Amöben (Durchfallerreger beim Menschen). Sie sind im Darm der Chinchillas häufig nachzuweisen, führen aber vor allem bei geschwächten Tieren zu einer Darmentzündung. Diese kann so massiv sein, dass die Tiere völlig austrocknen und auch sterben können. Giardien können im Kot nachgewiesen werden. Am besten ist nicht nur eine einmalige Kotprobe zur Diagnosestellung, sondern eine Sammelprobe, da die Erreger nicht bei jedem Kotabsatz ausgeschieden werden. Die häufigsten Symptome sind Durchfall, Blähung, Abmagerung, gekrümmter Rücken und schlitzförmig verengte Augen. Verstopfung Im Unterschied zu anderen Nagern neigen Chinchillas zu Verstopfungen (Koprostase). Die Ursache ist meist eine fehlerhafte Futterzusammenstellung, Futterwechsel oder Zahnerkrankungen. Je nach Dauer ist die Prognose ungünstig. Es können auch Komplikationen wie ein Rektumsprolaps (siehe oben) auftreten.
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CHINCHILLA: Krämpfigkeit/ Krämpfe
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Hypocalzämie, Hypovitaminose B sind häufige Ursachen für Krämpfe. Ein Calziummangel kann man auch anhand der Farbe der Zähne erkennen. Normalerweise sind diese orange. Bei einem Ca-Mangel können sie sich weiss verfärben. Es werden auch andere Ursachen wie Epilepsie, Virusinfektionen, Medikamentennebenwirkungen etc. diskutiert.
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