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Notfälle

Die Tierärztinnen Dr. med. vet. FVH Susanne Bühlmann und Dr. med. vet. Danja Damaris Wiederkehr gehen nachfolgend auf die häufigsten Notfälle bei Hunden, Katzen, Pferden und Nagern ein. Ihr Beitrag hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und wird laufend erweitert. Auch ist es ihnen wichtig anzumerken, dass zu einer korrekten Einschätzung einer Notfallsituation sehr viele Umstände wichtig sind wie z.B. die genaue Beurteilung des Allgemeinzustandes anhand der Vitalparameter, Alter des Tieres, genaue Vorgeschichte (Anamnese).  Deshalb muss ein Notfall jedes Mal neu beurteilt werden. Dies setzt voraus, dass der Patient für eine genaue Beurteilung und für das Stellen einer (Verdachts-)diagnose von einer Fachperson untersucht werden muss.

Notfälle Hund

Vergiftungen (Intoxikationen)
Bissverletzungen
Unfälle
Hitzschlag
Erbrechen

Notfälle Katze

Vergiftungen (Intoxikationen)
«Kippfensterkatzen»
Autounfälle «HBC = Hit by car»
Untere Harnwegserkrankung der Katze (FLUTD=Feline Lower Urinary Tract Disease)
  

Notfälle Pferd

Gastrointestinaltrakt (Magen-Darm-Trakt)
Respirationstrakt
Bewegungsapparat
Verletzungen
Vergiftungen
Anderes

Notfälle Nager

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KANINCHEN: Kaninchenschnupfen

Der sogenannte „ansteckende Schnupfen“ ist bei den Kaninchen weit verbreitet. Die Symptome sind zuerst nur ein kurzes trockenes Niesen, ohne Störung des Allgemeinbefindens. Im weiteren Verlauf kommt ein weisslich eitriger Nasenausfluss dazu und die Haare an der Nasenöffnung und den Vorderläufen sind verklebt. Es können auch die Bindehäute und das Mittel-/ und Innenohr betroffen sein. In einem weiteren Stadium kann es zu einer schwierig zu behandelnden Lungenentzündung (Pneumonie) kommen.
Der Kanichenschnupfen wird vor allem durch Bakterien (Pasteurella multocida, evtl. auch Bordetella bronchiseptica und anderen) ausgelöst. Es handelt sich selten um einen Notfall, wichtig ist aber zu erwähnen, dass das frühe Erkennen und Behandeln im Verlauf der Krankheit sehr wichtig ist. Viele dieser Patienten entwickeln nämlich relativ starke Symptome, an denen sie trotz der Therapie sterben können.
Zusätzlich ungünstige Faktoren sind: überhitzte Stallanlagen mit hoher Luftfeuchtigkeit, Zugluft, Staubbelastung und Stress.