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Notfälle

Die Tierärztinnen Dr. med. vet. FVH Susanne Bühlmann und Dr. med. vet. Danja Damaris Wiederkehr gehen nachfolgend auf die häufigsten Notfälle bei Hunden, Katzen, Pferden und Nagern ein. Ihr Beitrag hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und wird laufend erweitert. Auch ist es ihnen wichtig anzumerken, dass zu einer korrekten Einschätzung einer Notfallsituation sehr viele Umstände wichtig sind wie z.B. die genaue Beurteilung des Allgemeinzustandes anhand der Vitalparameter, Alter des Tieres, genaue Vorgeschichte (Anamnese).  Deshalb muss ein Notfall jedes Mal neu beurteilt werden. Dies setzt voraus, dass der Patient für eine genaue Beurteilung und für das Stellen einer (Verdachts-)diagnose von einer Fachperson untersucht werden muss.

Notfälle Hund

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Vergiftungen (Intoxikationen)

Die meisten Vergiftungsfälle werden von Substanzen, die im eigenen Haushalt aufgenommen worden sind, oder sogar von den Besitzern selber verabreicht wurden, verursacht. Besteht der Verdacht für eine Vergiftung, sollte das Tier möglichst schnell in eine tierärztliche Praxis gebracht werden. Die verdächtige Giftquelle (mit Verpackung) sollte auch mitgebracht werden, sowie auch angefressenes oder erbrochenes Material, am besten in einem Plastiksack verpackt. Die Identifikation eines Giftes  post mortem (nach dem Tod) ist sehr schwierig bis unmöglich und daher sehr teuer.

Folgende Vergiftungen sind beim Hund relativ häufig

1. Vergiftung mit Zwiebelgewächsen (Zwiebeln, Knoblauch, Lauch etc.)

2. Vergiftung mit kernhaltigen Trauben

3. Vergiftung mit Schokolade, wobei schwarze Schokolade deutlich gefährlicher ist

4. Vergiftung mit Medikamenten (z.B. Schmerzmittel, Anti-Baby Pille etc.) und Rauschmitteln

5. Unkrautbekämpfungsmittel (Herbizide) , Mittel zur Bekämpfung von Nagern (Rodentizide)

6. Kühlerflüssigkeit (Ethylenglykol)


Wobei bei  Einnahme der ersten drei Punkte nur bei hoher Dosis und klinischen Symptomen ein Tierarztbesuch angezeigt ist. Bei Einnahme der letzten drei Aufzählungen ist ein unmittelbarer Besuch beim Tierarzt nötig (Giftquelle, am besten mit Verpackung mitbringen).

Die Behandlung besteht in der Regel darin, die Tiere zum Erbrechen zu bringen. Danach wird ihnen Kohle verabreicht. Die weiteren Massnahmen:

- Magenspülungen

- evtl. Dauernarkose

- antitoxische Injektionen und Infusionen (richten sich nach der Schwere der Symptome)

Verbreitet sind Vergiftungen durch Ratten- und Mäusegift. Diese Gifte enthalten Cumarin, das die Blutgerinnung stört und als Folge davon zu inneren Blutungen führt. Erste Symptome sind Müdigkeit, schwankender Gang und ein beschleunigter Puls. In der Folge kommt es zu häufigem Erbrechen und mit Blut vermischtem Durchfall.

Häufig wird auch das Gift Metaldehyd (kurz: "Meta") eingesetzt, das in Brennstofftabletten und gewissen Schneckengiften enthalten ist. Erste Symptome sind ein immer stärkeres Vibrieren der Tasthaare, Zuckungen der Gesichtsmuskulatur, später Krämpfe am ganzen Körper. Das Bewusstsein und auch die Reflexe sind gestört.

Wenn ein Hundevergifter in der Region sein Unwesen treibt, sollten die Halter ihre Tiere am besten anleinen. Wenn sich ein Tier schwer kontrollieren lässt, kann auch der vorübergehende Einsatz eines Maulkorbs sinnvoll sein.

Falls der Hund dennoch etwas Unbekanntes frisst und Vergiftungssymptome zeigt, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.  


Notfallauskunft:

- Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum Zürich

Tel: 145 (Notfälle Schweiz), 044 251 51 51 (Notfälle Ausland) 

Internet: http://www.toxi.ch


- Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie: 

Tel: 044 635 87 78 

Internet: http://www.vetpharm.unizh.ch

Notfälle Katze

Vergiftungen (Intoxikationen)
«Kippfensterkatzen»
Autounfälle «HBC = Hit by car»
Untere Harnwegserkrankung der Katze (FLUTD=Feline Lower Urinary Tract Disease)
  

Notfälle Pferd

Gastrointestinaltrakt (Magen-Darm-Trakt)
Respirationstrakt
Bewegungsapparat
Verletzungen
Vergiftungen
Anderes

Notfälle Nager

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MEERSCHWEINCHEN: Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Erkrankte Tiere trinken vermehrt und setzen auch vermehrt Urin ab. Sie sind eher dick und können einen Katarakt (grauer Star, Augentrübung) entwickeln. Die Ursache dafür ist genetisch oder viral. Einzige Behandlung ist Insulin.