Ratgeber Pferd
Sie tragen sich mit dem Gedanken, reiten zu lernen? Oder Ihr Kind wünscht sich den Einstieg in den Reitsport? Erfahren Sie in den nachfolgenden Beiträgen, wie Sie die geeignete Reitschule finden, mit welchen Kosten Sie in etwa rechnen müssen, was in der ersten Reitstunde vermittelt wird und Sie zum Thema Pflegepferd wissen müssen.
FAQ
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Was zeichnet einen Töltsattel aus?
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Der Töltsattel ist speziell für Gangpferde. Er hat seinen Schwerpunkt meist weiter hinten als gewöhnliche Sättel, kann aber auch einem Vielseitigkeitssattel ähnlich sehen. Da der Schwerpunkt weiter hinten im Sattel liegt, ist das Tölten fürs Pferd erleichtert. Je nach Hersteller sind die Sättel unterschiedlich aufgebaut. Die Sitzfläche ist nicht immer glatt, sondern oft auch gerippt, ebenso die Pauschen. Man kann als Polster, Schabracken, Satteldecken aber auch Gelpads nehmen.
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Wieviel Bewegung braucht mein Pferd?
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Das Pferd sollte täglich mindestens einmal bewegt werden, da es von Natur aus ein Lauftier ist. Es kann durch Reiten (Reitsport), Longieren, Weidegang oder «Scheuchen» bewegt werden. Bei Pferden mit Rückenproblemen wird empfohlen, so oft wie möglich Longenarbeit durchzuführen, denn dabei wird die Rückenmuskulatur aufgebaut und gestärkt und der Rücken des Pferdes ist durch das Gewicht des Reiters nicht belastet. Jedes Pferd sollte so häufig wie möglich mit Artgenossen auf die Weide gebracht werden.
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Ich möchte Informationen zu Gallen!
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Unter einer Galle versteht man in der Veterinärmedizin, vor allem in der Pferdemedizin, eine Umfangsvermehrung synovialer Strukturen (Gelenke, Sehnenscheiden, Schleimbeutel ), die durch eine entzündliche Vermehrung der Synovia hervorgerufen wird. Während Gallen von Hautschleimbeuteln meist nur ein kosmetisches Problem sind, führen Anschwellungen der übrigen Strukturen auch zu Lahmheiten.
Je nach betroffener Struktur spricht man von: Gelenkgalle Sehnenscheidengalle (Tendovaginitis) Schleimbeutelgalle (Bursitis)
Für einige häufiger betroffene Strukturen haben sich spezielle Bezeichnungen eingebürgert:
Eiergalle: Anschwellung des Schleimbeutels am Fersenbeinhöcker ( Bursa subtendinea calcanea)
Genickbeule: Anschwellung des Schleimbeutels zwischen Nackenband und Atlas (Bursa subligamentosa nuchalis cranialis)
Knieschwamm : Anschwellung des Hautschleimbeutels vorn an der Vorderfusswurzel (Bursa subcutanea precarpalis)
Kreuzgalle: Anschwellung des Sprunggelenks Kurbengalle: Anschwellung der gemeinsamen Sehnenscheide von Musculus flexor digitorum lateralis und Musculus tibialis caudalis
Liegebeul: Anschwellung des Schleimbeutels unter dem Ansatz des Musculus biceps femoris am Condylus lateralis des Oberschenkelknochens (Bursa subtendinea musculi bicipitis femoris)
Piephacke: Anschwellung des Hautschleimbeutels am Fersenbein (Bursa subcutanea calcanea)
Stollbeule: Anschwellung des Hautschleimbeutels am Ellenbogenhöcker (Bursa subcutanea olecranii)
Die Behandlung richtet sich danach, ob eine infektiöse oder nichtinfektiöse Entzündung vorliegt.
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Ist die Robusthaltung / Weidehaltung wirklich so anstrengend für den Besitzer?
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Die Robusthaltung ist die Idealform für das Pferd, die dafür dem Halter sehr viel abverlangt. Das Pferd wird hier in einer Herde auf einer hinreichend grossen Weide - etwa ein halber Hektar je Pferd - ganzjährig draussen gehalten. Die Weide benötigt einen Sonnen- und optimalerweise auch einen Windschutz, etwa einen Baum oder einen einfachen Unterstand. Da das Pferd hier hinreichend Gelegenheit hat seine Sozialkontakte auszuleben und auch seinem Bewegungsdrang jederzeit nachgeben kann, ist es naturgemäss nicht mehr so sehr an seinem Reiter interessiert, der ihm endlich die lang ersehnte Bewegung ermöglicht. Da es hier auch immer aus einer Herde geholt werden muss, kann diese Haltungsform für Pferde, die ohnehin nur schwer wieder von der Weide zu holen sind, nicht empfohlen werden (es sei denn, der Halter möchte aufs Reiten verzichten). Gerade bei schlechtem Wetter verlangt diese Haltungsform dem Reiter viel Arbeit ab, da die Pferde diesem Wetter voll ausgesetzt sind und dementsprechend erst aufwändig geputzt werden müssen, bevor man ihnen einen Sattel auflegen kann.
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Was ist bei der Fellpflege besonders zu beachten?
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Vor dem Reiten ist auf ein sauberes Fell besonders zu achten. Schmutz, vor allem in der Sattellage, kann schmerzhafte Scheuerstellen hervorrufen. Bei guter Fellpflege kann auch festgestellt werden, ob das Pferd vielleicht eine Hautkrankheit, Parasiten oder Verletzungen hat, was manchmal nicht auf den ersten Blick gesehen wird. Ein gesundes Tier hat ein leicht glänzendes (Sommer)-Fell. Die Fellpflege sollte aber keinesfalls übertrieben werden, ein gewisser Anteil Staub im Fell ist für das Pferd ein Schutz. Im Winter legen sich einige Pferde (besonders, wenn sie in Offenstall- oder Robusthaltung leben) eine regelrechte Schlammkruste als zusätzliche Schutzschicht zu. Keinesfalls darf auch der natürliche Fettgehalt des Felles durch Einsatz von Chemikalien für ein glänzendes Fell oder zu häufiges Waschen mit Seife zerstört werden. Zur Fellpflege gehört für das Pferd nicht nur ein Bad im Staub, sondern im Sommer auch einmal einige Stunden im Regen zu stehen. Pferde wälzen sich gerne im Schlamm, selbst wenn sie gerade geputzt wurden. Wen Mistflecken z. B. beim Schimmel stören, der kann die Stelle mit dem Saft einer ausgepressten Zitrone einreiben. Nach einigen Minuten sollte der Fleck verschwunden sein. Fliegeneier kann man leicht mit verdünntem Essig abwaschen.
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Wer den Einstieg in den Reitsport für sich oder sein Kind plant, erstellt idealerweise ein grobes Budget. Abgesehen von einer entsprechenden Bekleidung kommen die Kosten für Einzel- oder Gruppenunterricht sowie jene für separate Ausritte hinzu. Wohlbemerkt: Der Einstieg in den Reitsport ist kein besonders teurer Spass, dennoch wäre es schade, aus Kostengründen mitten in der Ausbildung aufhören zu müssen.
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Grossbetrieb oder Kleinbetrieb – Vorteile und Nachteile? Welche Punkte sind für den Lernerfolg des Reitschülers relevant? Nachfolgend die wichtigsten Informationen zum Thema.
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Trotz aller Vorfreude und möglicher Ungeduld ist es sehr wichtig, den genauen Instruktionen des Reitlehrers resp. der Reitlehrerin Folge zu leisten. Natürlich gehört zum Reitunterricht auch dazu, sein Pferd immer wieder für seinen Einsatz und seine Geduld mit einem kleinen Leckerbissen zu belohnen.
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Ein eigenes Pflegepferd intensiviert den Kontakt zwischen Pferd und Reiter und ermöglicht guten Reitern, sich bei Gelegenheit auch an Turnieren zu messen. Was es bei der Suche nach einem geeigneten Pferd zu beachten gilt und was vom Pferdebesitzer in der Regel an Kostenbeteiligung und Mithilfe verlangt wird, lesen Sie hier.
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Wie man ein Pferd richtig pflegt, will gelernt sein. Jeder Körperteil bedarf individueller Pflege. Eine korrekt ausgeführte Pferdepflege ist genau so wichtig wie das Reiten selbst und trägt entscheidend zur Gesundheit des Pferdes bei.
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Die richtige Fütterung ist notwendig, um das Pferd gesund und leistungsfähig zu halten. Das Futter muss individuell auf jedes Pferd und seine Ansprüche angepasst werden. Dabei gibt es viele entscheidende Faktoren zu beachten und über das Fressverhalten der Pferde genau Bescheid zu wissen.
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Das Verhalten des Pferdes wird durch seine Natur als Flucht- und Herdentier bestimmt. Wer das Pferd besser verstehen, Vertrauen aufbauen und Gefahren im Umgang aus dem Weg gehen will, muss lernen die Gebärden des Pferdes zu deuten und darauf zu reagieren.
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Im Falle einer Erkrankung ist es wichtig, die Symptome frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln, um ein weiteres Fortschreiten der Krankheit möglichst zu verhindern. Mit dem nötigen Fachwissen lässt sich das Risiko für die Entstehung vieler Erkrankungen und Verletzungen minimieren.
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