Der grosse Moment: Die erste Reitstunde
Trotz aller Vorfreude und möglicher Ungeduld ist es sehr wichtig, den genauen Instruktionen des Reitlehrers resp. der Reitlehrerin Folge zu leisten. Natürlich gehört zum Reitunterricht auch dazu, sein Pferd immer wieder für seinen Einsatz und seine Geduld mit einem kleinen Leckerbissen zu belohnen. |
Veronika Eder
Erste Kontakte zum Reitschulpferd
Jeder Reitschüler sollte sein Pferd für die Reitstunde selber vorbereiten dürfen. Idealerweise wird einem in der Reitschule Schritt für Schritt beigebracht, wie man ein Pferd putzt, sattelt und aufzäumt. Vor der ersten Reitstunde geht es vor allem darum, Vertrauen zum Pferd aufzubauen und zu lernen, wie man sich einem Pferd richtig nähert. Die Pferdepflege wird sich am Anfang auf das Auskratzen der Hufe und das korrekte Führen des Pferdes beschränken. Nach der Reitstunde zeigt einem der Reitlehrer, wie das Pferd richtig versorgt und abgesattelt wird, sofern es nicht noch von einem weiteren Schüler geritten wird.
Was lernt man in der ersten Reitstunde?
Jede Longenstunde beginnt mit einigen Dehnungs- und Auflockerungsübungen. Sie dienen nicht nur dazu, den Schüler aufzuwärmen, sondern schulen auch gleichzeitig das Gleichgewicht, die Körperhaltung, fördern das Vertrauen zum Pferd und das Gefühl für die Bewegung.
Nachdem man mit den ersten Bestandteilen des richtigen Grundsitzes vertraut gemacht wurde, folgt schon bald das erste Traben. Dem Reitschüler werden die zwei verschiedenen Arten des Trabens gezeigt: Das Aussitzen und das Leichttraben.
Mit der Zeit werden die vorher geübten Gleichgewichtslektionen mit dem Traben kombiniert und so der der Grundsitz gefestigt. Die Zügel sollten einem Schüler erst in die Hand gegeben werden, wenn er ohne Probleme freihändig traben und dabei einen korrekten Sitz halten kann. Vorher ist es dem Reiter nicht möglich, richtig dosierte Hilfen zu geben, ohne dem Pferd unnötig im Maul zu ziehen.
Die Longenstunde sollte enden, wie sie begonnen hat: Im Schritt, mit einigen lockernden Übungen und eventuell ein paar theoretischen Fragen zum Pferd.
Ganz wichtig ist die Belohnungen für das Reitschulpferd
Für jeden Reiter sollte es selbstverständlich sein, seinem Pferd für seinen Einsatz zu danken. Zwischendurch darf man das Pferd am Hals oder an der Schulter klopfen und ihm zur Belohnung einen Leckerbissen mitbringen. Geeignet sind Rüebli, Äpfel, hartes Brot (immer auf Schimmelpilze kontrollieren) oder spezielle Pferdeguetsli, die man im Reitsportgeschäft kaufen kann.
In manchen Reitbetrieben ist allerdings das Füttern der Pferde verboten. Fragen Sie deshalb immer vorher beim Reitlehrer nach.
