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28.07.2009

1. August-Feuerwerke: Stress pur für Haus- und Wildtiere

SCHWEIZ – Am Samstag ist 1. August und auch dieses Jahr werden es viele Leute am Nationalfeiertag so richtig krachen lassen – mit buntem Feuerwerk und lauten Knallkörpern. Des einen Freud ist jedoch des andern Leid: Haus- und Wildtieren steht mit dem 1. August neben Silvester der stressigste Tag im Jahr bevor.

Wie man auch am Nationalfeiertag ein wenig Rücksicht auf die Tierwelt nehmen kann, zeigen die Tipps des Schweizer Tierschutzes STS, denen sich Petfinder.ch gerne anschliessen möchte:

Lieber bunt als laut
Statt mit lauten Knallkörpern Tiere in Angst und Panik zu versetzen, können auch bunte Feuerwerke ohne Knalleffekte abgebrannt werden, z.B. Vulkane, Sonnen etc.

Warten bis zum Feiertag
Statt bereits Tage zuvor einzelne Knallkörper zu zünden, appellieren wir, mit dem Feuerwerk bis zum eigentlich Festtag zuzuwarten. Es sollten nach Möglichkeit auch die Tage darauf keine Feuerwerkskörper mehr gezündet werden.

Brandgefahr beachten
Bitte in unmittelbarer Nähe von Ställen, weidenden Tieren oder Wäldern kein Feuerwerk zünden. Einerseits, um die empfindlichen Ohren von Nutz- und Wildtieren zu schonen, andererseits besteht an diesen Stellen meist auch erhöhte Brandgefahr.

Unfälle durch verschrecktes Wild
Die meisten Tiere haben ein wesentlich besseres Gehör als wir Menschen. Auf laute Knallerei reagieren sie deshalb oft mit Panik und kopfloser Flucht. Diese führt ein panisches Tier nicht selten in einen Zaun, wo es sich erhebliche Verletzungen zuziehen kann oder auf die Strasse, wo es schwere Verkehrsunfälle auslösen kann.

Heimtiere schützen
Jedes Jahr werden nach dem 1. August Katzen und Hunde als vermisst gemeldet, weil sie in Panik ausgerissen sind. Halten Sie Ihre Haustiere an diesem Tag deshalb zu Hause und schliessen Sie die Fenster. Ängstliche Tiere können auch mit Musik beruhigt werden, die den Lärm von Knallkörpern etwas dämpft. Während sich Meerschweinchen, Katzen und Kaninchen eher verkriechen, um dem Lärm zu entgehen, reagieren Hunde mit Hecheln, Zittern, Jaulen und Bellen. Auch Durchfall kann eine Reaktion auf den Stress sein, im schlimmsten Fall kann es zum Herzstillstand kommen. Dennoch: als Hundehalter sollten Sie das Leiden Ihres Lieblings konsequent ignorieren und nicht trösten. Denn Ihr Hund würde das nicht als Trost sondern als Belohnung und Bestätigung für sein Verhalten verstehen. Bei überängstlichen Tieren beim Tierarzt abklären, ob die Verabreichung eines Beruhigungsmittels sinnvoll ist.

Planen Sie am Nationalfeiertag ein 1. Augustfeuer, gilt es spezielle Dinge zu beachten. Für kleine Wildtiere kann so ein Feuer ansonsten schnell zur tödlichen Falle werden. Lesen Sie dazu mehr im Ratgeber.



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