Logo
28.07.2010

1. August: Horror für Tiere

SCHWEIZ – Der Schweizer Tierschutz STS ruft die Bevölkerung zur Rücksichtnahme und massvollem Umgang mit Feuerwerken auf - dies gilt auch in der Nähe von Ställen oder weidenden Tieren. Nebst Schweinen, Kühen und Schafen reagieren besonders Pferde empfindlich auf plötzlichen Lärm. Sie können sich bei einer Fluchtreaktion erheblich verletzen.

Gedanken- und Rücksichtslosigkeit sind dafür verantwortlich, dass Jahr für Jahr am 1. August Tiere in panischer Angst um ihr Leben rennen oder fliehen oder sich vor Angst zitternd in die nächste Ecke verkriechen. Das Hörvermögen der Hunde ist doppelt so gut wie das des Menschen und bei Katzen ist es sogar fünfmal empfindlicher. Feuerwerk bedeutet für viele Tiere panische Angst und Stress. Vor allem Heimtiere reagieren auf die Knallkörper. Während sich Katzen, Kaninchen oder Meerschweinchen einfach verkriechen, beginnen viele Hunde stark zu hecheln, zu zittern, bekommen Durchfall, jaulen oder bellen ununterbrochen aus lauter Angst. Im Extremfall erleiden sie einen Herzstillstand. 

Der STS empfiehlt den Tierhaltern für einen ruhigen Ort zu sorgen, wo sich seine Heimtiere zurückziehen können und mit einem Radioprogramm den akustischen Teppich zu bieten, der die Kakophonie abdämpft. Keinesfalls sollten Heimtiere während dieser Zeit ins Freie gelassen werden. Viele Hundehalter versuchen das Tier zu trösten. Diese menschliche Reaktion wird vom Hund aber als falsches Signal wahrgenommen. Das Tier empfindet das Trösten als Belohnung und Bestätigung für sein Verhalten. Die richtige Reaktion besteht darin, die Angst des Hundes zu ignorieren. Bei überängstlichen Tieren empfiehlt der STS, vorgängig den Tierarzt zu konsultieren, der in besonderen Fällen ein Beruhigungsmittel verschreiben kann. Wenn alles nichts nützt, bleibt nur die Flucht ins „feuerwerkfreie“ Ausland.

Herdentiere können in Panik geraten

Auch Pferde, Kühe oder Schafe können in Panik geraten und Absicherungen oder Zäune durchbrechen und auf den Strassen für Unfälle sorgen. Gleiches ist von Wildtieren bekannt. Der STS mahnt, Feuerwerke nur in genügendem Abstand zu Weiden und Wäldern zu zünden.

Holzhaufen als Todesfalle

Die aufgeschichteten Holzhaufen für das 1.-August-Feuer sind für viele Kleintiere ein idealer Unterschlupf und leider auch eine Todesfalle. Igel, Mäuse, Blindschleichen, Salamander und Kröten verbrennen, wenn sich Menschen um den Scheiterhaufen versammeln und den Tieren so jeglichen Fluchtweg abschneiden. Tiere, die in Holzstapeln Unterschlupf suchen, sind in der Regel nachtaktiv und verkriechen sich vor Tagesanbruch. Der STS ruft dazu auf, entweder das gesammelte Holz erst am Tag des Abbrennens aufzuschichten oder bereits aufgeschichtete Haufen nochmals umzuschichten.



Benutzer:
Passwort:
Neu registrieren
Passwort vergessen?

Notfälle

Petfinder.ch arbeitet eng mit zwei Tierärztinnen zusammen, die auf die häufigsten Notfälle bei Hunden, Katzen,Pferden und Nagern eingehen.
» mehr 

Heimatlose Tiere suchen ein Zuhause

heimatlose Tiere suchen ein Zuhause - Hunde, Katzen, Nager usw.

Über 1000 heimatlose Tiere suchen bei uns ein neues Zuhause. Tiervermittlung für Hunde, Katzen, Nager und mehr...