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05.07.2011

2010 mussten mehr Tiere Versuche über sich ergehen lassen

SCHWEIZ – Im Jahr 2010 ist die Zahl der in Tierversuchen verwendeten Tiere gegenüber 2009 um 7,9% auf 761‘675 angestiegen (+ 55‘571). Die Zunahme ist auf Praxisversuche in der Geflügelproduktion zurückzuführen. Gegenüber 2009 haben die schwerbelastenden Versuche (Schweregrad 3) um 14,1 % abgenommen (Total 15‘046 Tiere). Erstmals seit langem wurden 2010 für Tests im Bereich Kosmetika wieder Tiere eingesetzt.

Zwei Fünftel der Versuchstiere wurden in der Industrie eingesetzt (-6%), gut ein Drittel an Hochschulen und Spitälern (+7%) und ein Sechstel in der Nutztierproduktion (Verdoppelung gegenüber 2009). Praxisversuche mit grossen Geflügelherden im Kanton Luzern sind die Ursache für diese grosse Zunahme 2010 (+57‘000). Die Schwankungen in den anderen Bereichen sind gering. Mehr Tiere wurden für Grundlagenforschung (+4%) eingesetzt, weniger für  angewandte Forschung (-8%); Hochschulen und Spitäler verwendeten leicht mehr Tiere für Versuche (+7%) , die Industrie dafür weniger (-6%).  Auffällig ist ausserdem eine starke Abnahme der Herkunft der Labortiere aus inländischen Zuchtbetrieben (-86‘000; -30%), kompensiert durch Importe (+85‘000; +35%).

Bei 74% der eingesetzten Tiere handelte es sich um Labornagetiere wie Mäuse, Ratten, Hamster oder Meerschweinchen. Vögel, insbesondere Geflügel, wurden in 16% der Fälle eingesetzt und zwar im Rahmen von Fütterungsversuchen, Studien zur tiergerechten Haltung sowie zur intensivierten Produktion. Weiter wurden Fische, verschiedene Haus- und Nutztierarten, Kaninchen, Amphibien, Primaten und weitere Säugetiere verwendet.

Bewilligungen für Tierversuche werden durch die kantonalen Behörden ausgestellt. Im Berichtsjahr waren 3560 kantonale Tierversuchsbewilligungen gültig (+ 7%). Neu erteilt wurden 1197 Bewilligungen (+ 14%), wovon die Hälfte mit Auflagen. 12 Gesuche wurden abgelehnt. Das BVET hat in einem Fall Beschwerde gegen eine kantonale Bewilligung eingereicht.

Die ausführliche interaktive Tierversuchsstatistik 2010 kann auf der Website des BVET abgerufen werden (www.tv-statistik.bvet.admin.ch).

Quelle: www.tierschutznews.ch



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