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02.11.2015

40 Vogelarten sind neu weltweit gefährdet

INTERNATIONAL – Seit 2014 mussten insgesamt 40 neue Arten auf die globale Rote Liste der Vögel aufgenommen oder eine Stufe höher eingeteilt werden. Auf der weltweiten Roten Liste stehen auch Arten, die in der Schweiz vorkommen – so die Turteltaube oder die Tafelente.

Turteltauben gelten als Symbol der Liebe und des Glücks. Die kleinen gurrenden Tauben erscheinen seit Jahrtausenden auf Bildern und in Erzählungen, und umgangssprachlich sagt man, verliebte Menschen „turtelten“ miteinander. Doch selber haben die Turteltauben derzeit wenig Glück: Sie werden immer seltener und haben weltweit 30 Prozent ihres Bestandes verloren – in nur 16 Jahren. Daher gilt die Art nun als weltweit gefährdet, wie die neuste globale Rote Liste der Vögel zeigt.

Nicht nur Turteltauben erfahren derzeit wenig Liebe und Glück – auch 39 weitere Arten mussten in die globale Rote Liste aufgenommen oder in eine höhere Kategorie eingestuft werden. Dies bedeutet, dass die Gefahr des Aussterbens für diese Arten in den letzten Jahren weiter gestiegen ist. Betroffen sind viele Geier-Arten, aber auch Watvögel oder ganz spezielle Vögel wie der Schildhornvogel und zwei Arten von Darwinfinken.

 

Insgesamt stehen nun 1519 Arten oder rund 15% aller Vogelarten auf der globalen Roten Liste. Davon sind 217 Arten vom Aussterben bedroht, 417 stark gefährdet und 741 gefährdet. Noch nicht eingerechnet sind die 9%, die auf der Vorwarnliste („potenziell gefährdet“) stehen.

Auch der Status einiger Vogelarten, die in der Schweiz regelmässig vorkommen, hat sich verschlechtert. Bei den Brutvögeln sind dies Turteltaube und Tafelente (beide neu weltweit gefährdet) sowie Wiesenpieper, Kiebitz und Eiderente (neu potenziell gefährdet). Hinzu kommen sechs Arten, die in der Schweiz nur als Durchzügler oder Wintergäste vorkommen. Insgesamt stehen nun 6 einheimische Arten auf der weltweiten Roten Liste und weitere 15 auf der Vorwarnliste.

Die weltweite Rote Liste der Vögel wird jedes Jahr von BirdLife International im Auftrag der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) erarbeitet. Sie basiert auf einem objektiven, wissenschaftlich fundierten System.



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