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15.07.2011

48 Tote Stiere in Pamplona

SPANIEN – Trotz weltweiter Proteste wurde dieses Jahr erneut das grausame Stierrennen in den engen Gassen von Pamplona durchgeführt, das am 14.7.2011 zu Ende ging.

Die 48 in die Arena von Pamplona getriebenen Stiere starben vor einer gröhlenden Menschenkulisse einen qualvollen Tod. Die Stierkampf-Industrie in Spanien erhält schätzungsweise 530 Millionen Euro direkte und indirekte Subventionen von der Europäischen Union. Ohne diese Mittel könne das blutige Spektakel gar nicht stattfinden, da einer Gallup-Umfrage von 2009 zufolge 76% der Spanier kein Interesse an der Fortführung der Stierkämpfe haben. Jetzt wird, wie in Katalonien seit 2010 bereits umgesetzt, ein Verbot von Stierkämpfen in ganz Spanien und Frankreich gefordert. 

„Tiere zu unserer eigenen Unterhaltung zu quälen ist ein Unsitte aus dem finstersten Mittelalter“, so Kampagnenleiter Peter Höffken von PETA Deutschland e.V. „Wenn Spanien als moderne europäische Nation wahrgenommen werden möchte, muss diese schändliche öffentliche Darbietung, ein Tier langsam zu Tode zu quälen, endlich abgeschafft werden.“

Allein in Spanien werden jedes Jahr über 40.000 Stiere grausam getötet. Vor der Stierhatz werden die Tiere mit Elektroschocks und spitzen Stöcken traktiert. Oft verabreicht man ihnen Beruhigungsmittel, bevor sie dann panisch durch die Strassen rennen und dabei immer wieder ausrutschen und hinfallen. Die Stiere werden von hunderten Menschen gejagt und kommen schliesslich in die Stierkampfarena, wo bis zu acht Männer auf das völlig verängstigte Tier losgelassen werden. Ca. 15 Minuten lang werden die Stiere mit Dolchen gequält und geschlagen, bis der Matador ihnen schlussendlich mit einem Schwert den Todesstoss versetzt. Viele Tiere ertrinken förmlich in ihrem eigenen Blut, wenn der Matador nicht richtig ansetzt und so nur die Lungen verletzt. Danach wird mit der „Puntilla“, einem kurzen Dolch, das Rückenmark am Genick des Stieres durchtrennt und das Tier aus der Arena gezerrt – es kommt jedoch vor, dass die Stiere zu diesem Zeitpunkt noch am Leben sind.



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