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27.08.2013

62 Tiere pro Tag im Tierheim

SCHWEIZ – Hunde, Katzen, Nager und Kaninchen, Reptilien, Fische und Vögel: In jedem Jahr nehmen Tierheime und Auffangstationen viele Tausende Tiere auf.

22'713 Heimtiere waren es im Jahr 2012 die zu Tierheim-Tieren wurden - abgeschoben, ausgesetzt, irgendwo zurückgelassen. Mehr als fünfzig Prozent der im vergangenen Jahr aufgenommenen Tiere sind Katzen.

In weit mehr als der Hälfte aller Schweizer Haushalte leben Heimtiere. Man könnte daraus schliessen, dass Schweizer besonders tierfreundlich sind. Dagegen spricht die unverändert grosse Zahl von Tieren, die innerhalb eines Jahres von Tierheimen in Obhut genommen werden mussten. Viele Heimtiere heisst auch viele Fälle unüberlegt angeschaffter, vernachlässigter, falsch gehaltener, verstossener Tiere. Durchschnittlich 62 Tiere pro Tag fanden im vergangenen Jahr in einem der Tierheime Aufnahme und Betreuung. Ein Blick auf die Daten früherer Jahre zeigt: Eine Trendwende ist nicht in Sicht.

Viele Heimtiere, viele Tierheim-Tiere

Im Kanton Waadt werden jeden Tag sechs Katzen in einem Tierheim als Verzichttiere abgegeben. In den Tierheimen von STS-Sektionen im Kanton Zürich werden jede Woche vier Hunde aufgenommen. Im Kanton Solothurn fanden im Tierdörfli Olten im Laufe eines Jahres 128 Hunde, 841 Katzen und 174 Nager vorübergehende Unterkunft. 30 Hunde hat das Tierheim im Kanton Schwyz 2012 aufgenommen - davon sind nur vier Findelhunde während von den 200 im gleichen Zeitraum betreuten Katzen deren 100 Findeltiere sind.

Für die Tierschutzstatistik 2012 http://www.tierschutz.com/media/270813/index.htmlwurden die Daten von 64 dem Schweizer Tierschutz STS angeschlossenen Tierschutzvereinen ausgewertet. Demnach wurden insgesamt 22'713 Tiere aufgenommen die entweder abgegeben, beschlagnahmt oder aufgefunden wurden (3'144 Hunde, 12'445 Katzen, 2'729 Nager und 4'395 andere Tiere wie Reptilien, Fische und Vögel).

Ein neues Zuhause

14'719 Tiere haben 2012 in ein neues Zuhause umziehen können (1'749 Hunde, 8'776 Katzen, 2'078 Nager und 2'116 andere Tiere). Mehr als 2'400 Tiere wurden an ihre ursprünglichen Besitzer zurückgegeben.

Die weiterhin hohe Zahl der Tierheim-Tiere bedeutet für den Tierschutz eine anhaltend hohe finanzielle Belastung. Dennoch schläfern STS-Sektionen Tiere nur ein, wenn diese unheilbar krank sind oder ihnen in sehr vorgerücktem Alter keine Lebensqualität mehr bleibt. Aus einem speziellen Fonds unterstützt der Dachverband Sektionen, die ältere, schwervermittelbare Tiere in Obhut haben und ihnen ein artgerechtes, tierfreundliches Leben ermöglichen, solange sie gesund und lebensfroh sind. 



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