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02.07.2014

Amerikanische Grosswildjägerin provoziert wieder online

SIMBABWE – Die noch nicht mal 20-jährige US-Amerikanerin Kendall Jones, die bereits vor einigen Wochen mit öffentlich zur Schau gestellten Fotos von Trophäen ihrer Grosswildjadgen weltweit für Empörung sorgte, hat ihren Facebook-Account reaktiviert und aktualisiert. Dort präsentiert die Blondine mehr als 17'000 Followern die Fotos toter Löwen, Leoparden, Elefanten und sogar eines Nashorns, auf oder neben denen die selbsternannte Jägerin stolz posiert.

Quelle Bild: Facebook

Dass es sich bei ihren auserwählten Opfern mehrheitlich um vom Aussterben bedrohte Tiere handelt, kümmert Kendall herzlich wenig. Sie betont, dass sie ihrem «Hobby» legal nachgehe und für ihre Trophäen auch bezahle. Tatsächlich mussten Tierschützer innerhalb und ausserhalb Südafrikas und Simbabwes, wo die Grosswildjadgen stattfinden, feststellen, dass sie rechtlich keine Handhabe gegen die 19-Jährige haben, da beispielsweise die südafrikanische Polizei hinter den Jagden steht und auch die Regierungen der beiden betreffenden Länder sich bisher nicht dazu durchringen konnten, ein Gesetz gegen den Jagdtourismus zu beschliessen.

Kendall, die aktuell bereits von einem Kamerateam und einem Fotografen auf ihren Jagdtouren begleitet wird, kündigte an, dass sie anfangs 2015 eine eigene TV-Jagd-Show betreiben will. In den USA wird sich dieses Vorhaben wohl ohne Probleme realisieren lassen, da dort sowohl die Waffenlobby wie auch die Jagdszene in der Gesellschaft fest verankert sind. Die derzeitige filmische Begleitung der Grosswildjägerin dürfte vermutlich dem Zweck dienen, daraus einen Dokumentarfilm für die US-Jagdszene zu realisieren.

Kleine Kostproben davon sind bereits auf Facebook zu sehen. Etwa in Form eines Videos, in welchem die Texanerin die Tötung eines Elefanten damit rechtfertigt, dass dadurch mehr als 100 Familien eines afrikanischen Dorfes mit Elefantenfleisch versorgt worden seien. Die teils harschen Kritiken von Tausenden Usern auf die veröffentlichten Bilder lassen Kendall kalt, sie werde an ihrem Hobby festhalten. Und mit Facebook wird ihr offensichtlich auch weiterhin die Plattform für die Zurschaustellung ihrer makaberen Trophäen geboten, denn obwohl bereits rund 40'000 Nutzer eine Petition zum Entfernen der Bilder unterschrieben haben, sieht das Unternehmen bisher keinen Handlungsbedarf – die Bilder sind nach wie vor online.



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