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15.07.2009

Auch nächstes Jahr wieder Stierhatz in Pamplona

SPANIEN – Die Stierrennen in Pamplona sind gestern zu Ende gegangen. Die blutige Bilanz 2009: 1 Toter und 446 Verletzte, acht davon schwer. Dennoch wird die traditionelle Stierhatz auch nächstes Jahr in der gewohnten Form stattfinden, wie Bürgermeisterin Yolanda Barcina verkündete.

Die Kritik an den Stierrennen hielt sich in den öffentlichen Medien Spaniens in bescheidenem Rahmen. Eigentlich erstaunlich, denn die Bilanz mit einem Toten und 446 Verletzten am diesjährigen Traditions-Event ist eine der blutigsten bisher. Allein im letzten Lauf gab es 54 Verletzte, den schlimmsten Zwischenfall gab es aber am Freitag zu verzeichnen: ein 27-jähriger Spanier wurde von einem orientierungslosen Stier aufgespiesst. Eine zerfetzte Halsschlagader und ein zerfetzter Lungenflügel führten innerhalb einer halben Stunde zu seinem Tod.

Nun würde man vielleicht annehmen, dass dadurch der Sinn oder Unsinn einer solchen Veranstaltung in Frage gestellt wird. Doch obwohl es der erste Todesfall seit sechs Jahren war, zählte man seit dem Beginn der Aufzeichnungen doch bereits 15 Tote. Dass auch der diesjährige Todesfall für den Anlass keine Konsequenzen haben wird, bestätigte Pamplonas Bürgermeisterin Yolanda Barcina bereits. Die Angehörigen des Todesopfers hätten ihr die Botschaft geschickt, dass das Fest behütet werden müsse und sie es weiter lieben würden.

Zwar geht es vielen Spaniern auf die Nerven, dass ihr Land mit dem Stierkampf assoziiert wird. Massenhafte Proteste kommen aber dennoch nicht zu Stande. Vielmehr sind es Tierschützer, die in ganz Europa seit Jahren gegen die Stierrennen in Pamplona und gegen Stierkämpfe im allgemeinen protestieren. Leider bisher ohne den gewünschten Erfolg. Auch 2010 werden in Pamplona an die 50 Stiere ihr Leben lassen müssen – diese werden jedoch auch nächstes Jahr nicht als Teil der Opferbilanz geführt werden.



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