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08.09.2015

Ausgesetzte Winterthurer Welpen eingeschläfert

SCHWEIZ – Die zwei Welpen, welche letzte Woche über den Zaun eines Winterthurer Tierheims geworfen wurden, mussten sterben.

Bild: Stadtpolizei Winterthur

Die «gute» Nachricht zuerst. Der Hundehalter, welcher die zwei Welpen über den Zaun des Heims «entsorgte», ist identifiziert. Eine Person aus dessen Nachbarschaft erkannte die Hunde und meldete dies den Behörden. Dadurch wurde klar, dass die Tiere ursprünglich aus Algerien stammten. Und hier nun die schlechte Nachricht: Das Bekanntwerden ihrer Herkunft bedeutete gleichsam ihr Todesurteil. Algerien gilt im Gegensatz zur Schweiz nicht als tollwutfrei, sondern als ausgeprägtes Hochrisikoland. Obwohl die Hunde von einem Tierarzt untersucht und grundsätzlich als gesund taxiert wurden, hätte bei ihnen die Krankheit doch noch ausbrechen können. Ein Tier kann nämlich bis zu 120 Tage symptomfrei sein, bevor es erkrankt. In dieser Zeit kann das Virus aber bereits übertragen werden, auch auf den Menschen. Für eine verbindliche Diagnose müsste das Hirn untersucht werden. Es gibt keine Bluttests. Im Falle der illegal eingeführten Welpen wäre es zwar möglich gewesen, sie für 120 Tage in Quarantäne zu setzen und mögliche Symptome wie Schaum vor dem Mund, Aggressivität und Lähmungen abzuwarten. Laut Kantonstierärztin Regula Vogel wäre dies für die jungen Hunde aber fatal für deren Entwicklung gewesen. Eine so lange Isolation sei für Tiere in diesem Alter nicht vertretbar gewesen, denn sie hätten ihr Leben lang Probleme gehabt. Deshalb habe man sich fürs Einschläfern entschieden.



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