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07.05.2013

Biber-Besuch im Basler Zolli

Schweiz – Zoo-Ausbrecher gab es ja schon einige. Dass sich ein Tier in einen Zoo einschleicht, ist dann doch eher ungewöhnlich. Geschehen ist dies jedoch tatsächlich im Basler Zolli, als ein Biber von einem Nachtwächter irrtümlich hereingelassen wurde, als das Tier am Haupteingang aufgetaucht war.

(Symbolbild)

Der Zoo vermeldete den Besucher, der damit zugleich offiziell der erste Biber seit 200 Jahren im Birsig ist. Das Tier habe Ende April plötzlich vor dem Haupteingang in der Nähe der Heuwaage gestanden. Im Glauben, es handle sich um einen Ausreisser, liess der Nachtwächter den Biber, das sich später als kerngesundes Weibchen herausstellen sollte, herein. Der Besucher blieb vorerst unbemerkt, bis auf dem Tierpark-Gelände plötzlich eine angenagte Kopfweide, Ast-Depots und Kratzspuren an der Umzäunung auffielen. Der erste Sichtkontakt mit dem heimlichen Neuzugang fand dann am 2. Mai statt, als eine Zoo-Mitarbeiterin den Biber entdeckte. Kurz darauf konnte das Tier beim Kormoranweiher eingefangen werden.

In Absprache mit der Bundes-Biberfachstellen sowie kantonalen Wildhütern wurde das Weibchen zu einem bereits bestehenden Biber-Standort gebracht. Wo sich dieser befindet, wird aus Rücksicht auf die Biber nicht verraten, diese sollen in ihrem Lebensraum nicht gestört werden. Das Tier solle sich am neuen Ort sehr wohl fühlen, es sei gleich aus der Transportbox herausgekommen, habe sich ans Fressen gemacht und danach seine neue Umgebung inspiziert.

Woher das Biberweibchen so plötzlich gekommen war, kann nur vermutet werden. Im Rhein, besonders im Stausee des Kraftwerks Augst BL, leben seit Jahren Biber. Dort mündet die Ergolz, durch welche Biber inzwischen bis in die Nähe von Sissach vorgedrungen sind. In der Birs wurden Biber bis hinauf nach Dornach SO gesichtet.

Vier Tage vor dem Einlass im Zoo war Pro Natura ein Biber gemeldet worden, der bei Arbeiten im Birsig-Tunnel unter dem Birsigparkplatz gesehen worden war. Der Birsig fliesst neben dem Zoo in einem Tunnel, bis zur Heuwaage ist er offen und verschwindet dann unter dem Stadtboden bis zu seiner Mündung in den Rhein bei der Schifflände.

Warum sich das Biberweibchen aufs Trottoir verirrte und nicht einfach im Birsigtunnel weiter bachaufwärts wanderte, ist nicht bekannt. Laut der Zoo-Sprecherin ist der Tunnel nicht vergittert.



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