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22.06.2014

Bienensterben führt zu massiven Ernteausfällen

Allein im letzten Winter sind in den USA 23 Prozent der Bienenvölker verendet. Die US-Regierung will dem massiven Bienensterben mit einer landesweiten Strategie Einhalt gebieten.

In den vergangenen Jahren hat das Bienensterben in den USA eine wirtschaftlich bedenkliche Dimension erreicht. Im Winter 2013/14 wurde bei den Imkern in den USA ein Verlust von 23 Prozent der Bienenvölker registriert. Die US-Regierung hat eine landesweite Strategie gegen das dramatische Bienensterben angekündigt. Der Verlust von Honigbienen und anderen Blütenbestäubern könnte in den USA zu Ernteausfällen und damit zu wirtschaftlichen Schäden in Milliardenhöhe führen.

Die Honigbienen bestäuben Pflanzen, die ein Viertel der Früchte erzeugen, die in den USA konsumiert werden. Mandeln, das zweitwichtigste Agrarerzeugnis in Kalifornien, werden fast ausschliesslich durch Honigbienen bestäubt. Deren Bestäubungsleistung sorge für Agrargüter im Wert von jährlich mehr als 15 Milliarden Dollar. Auf etwa neun Milliarden Dollar jährlich wird die Leistung von wilden Bestäubern geschätzt.

Die genauen Ursachen des Bienensterbens sind bislang unklar. Vermutet werden mehrere Faktoren, darunter Parasiten wie die Varroa-Milbe, Krankheiten, der Verlust genetischer Vielfalt, falsche Fütterungen und Pestizide. US-Präsident Obama wies die zuständigen Bundesbehörden an, durch Forschung, Aufklärung und Landmanagement die Lebensbedingungen für die Bienen und deren Gesundheit zu verbessern.

In der EU gelten seit vergangenem Jahr bereits Verbote für bestimmte Pestizide. Die EU-Kommission hatte beschlossen, den Einsatz von Insektiziden der Neonicotinoid-Gruppe stark zu begrenzen. Betroffen sind davon das Pestizid Thiamethoxam von Syngenta sowie die Mittel Clothianidin und Imidacloprid von Bayer.

Syngenta und Bayer hatten gegen die Entscheidung der Kommission im August geklagt. Auch BASF ist von den Einschränkungen betroffen, der Chemieriese klagt gegen die Beschränkungen für den Einsatz seines Mittels Fipronil bei der Saatgut-Behandlung.

Auch in den USA fordern Umwelt- und Naturschutzgruppen vor allem Massnahmen gegen den Einsatz von Neonicotinoiden in der Landwirtschaft. Die Lebensmittelkette Whole Foods Markets hatte im vergangenen Jahr eine Kampagne zum Schutz der Bienen gestartet. Auf Fotos zeigte sie, wie leer die Lebensmittel-Regale in den Läden wären, wenn die Bienen verschwänden.



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