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06.08.2013

Bündner Regierung will den Bären schon in Italien an den Kragen

SCHWEIZ – Problembären sollen zukünftig bereits in Italien abgeschossen werden, noch bevor sie überhaupt eine Tatze auf Schweizer Boden setzen – das fordert die Regierung des Kantons Graubündens und hat den Bund aufgefordert, dieses Anliegen bei den italienischen Behörden vorzubringen.

Zeigt ein Bär vor Menschen keine Scheu mehr und lässt sich wiederholt in Siedlungen blicken, wird er als Problembär eingestuft. Und weil diese die Akzeptanz für Grossraubtiere in der Bevölkerung angeblich erheblich belasten, soll es nach dem Willen der Bündner Exekutive künftig gar nicht mehr so weit kommen. Ihre Lösung: Problembären sollen bereits «in einem frühen Stadium in ihrem ursprünglichen Territorium» beseitigt werden. Die «florierende Bären-Population» im italienischen Trentino lasse solche Schritte zu, heisst es weiter.

Die Forderung nach dem frühen Abschuss ist nur eine von mehreren Massnahmen, die im Rahmen einer Standortbestimmung des Kantons Graubünden zum Thema Bär angedacht wurden. Als weitere Massnahme will die Regierung, dass Problembären auch im Inland schneller abgeschossen werden können. So soll der Vollzug von bewilligten Abschüssen vereinfacht und nicht mehr durch «willkürliche Ergreifung von Rechtsmitteln» behindert werden können. Zudem fordern die Bündner vom Bund auch mehr Geld, mit dem der Mehraufwand, welcher der Landwirtschaft und der kantonalen Verwaltung durch die Anwesenheit von Grossraubtieren entsteht, entschädigt werden soll.

Handlungsbedarf auch vor der eigenen Haustür

Immerhin sieht der Massnahmenkatalog aber auch Handlungsbedarf im eigenen Revier vor. So soll die Bevölkerung künftig beim ersten Auftreten eines neuen Bären in der Region über den richtigen Umgang mit dem Raubtier aufgeklärt werden. Dazu wurde die Website www.baer.gr.ch eingerichtet. Zudem wurden Massnahmen definiert, welche die Prävention vor Problembären verbessern und eine stärkere Überwachung von eingewanderten Grossraubtieren ermöglichen sollen.

Im Kanton Graubünden sind in den letzten acht Jahren insgesamt acht eingewanderte Bären registriert worden, der letzte, M13, wurde im Februar dieses Jahres abgeschossen, nachdem er nur noch wenig Scheu vor Menschen gezeigt hatte.



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