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15.02.2016

Calandawölfe werden angelockt: Abschussgrund hinfällig

SCHWEIZ – Noch bis Ende März haben die Wildhüter am Calanda Zeit, zwei Jungwölfe aus dem Rudel zur Strecke zu bringen. Begründet wird dies mit der mangelnden Scheu und der mehrfachen Annäherung an Siedlungen

Symbolbild

Gemäss der im vergangenen Jahr revidierten eidgenössischen Jagdverordnung dürfen Wolfsrudel durch den Abschuss von Jungtieren reguliert werden, wenn sie sich aus eigenem Antrieb mehrfach Siedlungen und Menschen nähern und dabei mangelnde Scheu oder gar aggressives Verhalten zeigen. Erkenntnisse der Gruppe Wolf Schweiz (GWS) und Recherchen der SRF-Sendung Rundschau zeigen jedoch, dass in den vergangenen Wochen an mehreren Standorten im Streifgebiet des Calandarudels Luderplätze – so nennt man Futterstellen für Füchse – und Teile von Tierkörpern zu finden waren. Diese Tatsachen stehen im Gegensatz zu den offiziellen Beteuerungen der kantonalen, zuständigen Behörden. Ebenso aus dem Puschlav liegen Meldungen von ausgelegten Tierkadavern vor. Wie die GWS in einer aktuellen Medienmitteilung schreibt, ist für sie klar, dass Luderplätze sowie entsorgte Tierkadaver ein wesentlicher Grund sind, weshalb die Wölfe am Calanda wiederholt in Siedlungsnähe auftauchen. Dass sich Wölfe durch solche Futterstellen anlocken lassen, ist Fakt. Die Annäherung der Calandawölfe erfolgte also nicht nur aus eigenem Antrieb, sondern wurde herbeigeführt. Die Begründung für die Abschussbewilligung zweier Jungwölfe ist somit hinfällig.



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