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16.05.2011

China führt die Ein-Hund-Politik ein

CHINA – Weil in der chinesischen Metropole Schanghai immer mehr Leute Hunde halten wollen, erlauben die Behörden ab sofort nur noch ein Tier pro Familie.

Nach der Ein-Kind-Politik kommt nun also die Ein-Hund-Politik, diese trat gestern in Schanghai in Kraft. Wie Staatsmedien heute berichteten, eilten nach der Einführung der Regelung am Sonntag Hunderte Hundebesitzer in die Tierarztpraxen, um ihre Vierbeiner impfen und registrieren zu lassen.

Mit dem Gesetz, das künftig nur noch einen Hund pro Haushalt zulässt, wollen die Behörden den Problemen begegnen, die durch die zunehmende Beliebtheit der Tiere bei Chinas wachsender Mittelklasse in der dicht besiedelten Metropole entstehen.

Bis anhin nur ein Viertel aller Hunde angemeldet

Damit mehr Besitzer ihre Tiere registrieren lassen, senkte die Stadtverwaltung die Gebühren von 2000 auf 500 Yuan (68 Schweizer Franken). Viele Halter der nach Schätzungen rund 800 000 Hunde in der Stadt warteten daher mit der Registrierung den heutigen Montag ab. Bisher war nur etwa jeder vierte Hund registriert.

Haushalte, die vor dem gestrigen Tag mehr als einen Hund besassen, dürfen diese auch künftig behalten, müssen aber für alle Tiere Gebühren bezahlen. Tierheime richten sich daher bereits darauf eiin, dass mehr Hunde ausgesetzt werden.

Kampf gegen Tollwut

In Chinas Hauptstadt Peking und der Stadt Guangzhou im Süden existieren bereits vergleichbare Vorschriften, um die Tollwut besser unter Kontrolle zu bringen. Wegen Tollwutausbrüchen wurden vor allem in den Provinzen schon Zehntausende Hunde getötet, oft gegen den Willen ihrer Besitzer. Diese greifen zu passivem Widerstand: Bis sich die Lage beruhigt, schicken sie ihre Hunde einfach zu Freunden oder Verwandten.

Einige Chinesen des Mittelstandes betrachten die Hunde-Verordnungen als Eingriff in ihre Privatsphäre. Es erinnert an die Vergangenheit, als Tierhaltung als antikommunistisch und bürgerlich verschrien war. Mit ihrem Verhalten tragen jedoch viele Halter ihren Teil zum Problem bei: viele lassen ihre Tiere nicht kastrieren und wenn ihnen die Pflege zu anstrengend wird, setzen sie ihre Vierbeiner einfach aus. In Schanghais Vororten gehören streunende Hunde daher zum Strassenbild. Dazu kommt das Problem der Tollwut. An dieser Krankheit sterben in China sterben jedes Jahr etwa 2500 Menschen. Die Polizei muss sich jährlich um Tausende Klagen wegen Hundebissen kümmern.



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