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18.04.2011

Chinesischer Schlachttransporter mit 500 Hunden gestoppt

CHINA – Am Wochenende konnten chinesische Tierschützer einen grossen Erfolg verbuchen: nachdem es ihnen gelungen war, einen Schlachttransporter mit rund 500 Hunden an Bord an der Weiterfahrt zu hindern, konnten die Hunde gegen ein Entgelt von umgerechnet etwa 16'000 Franken freigekauft werden. Die Hunde sollten an Restaurants verkauft werden, viele von ihnen hatten noch Namensschilder um den Hals.

Der LKW mit den in Gitterkäfigen zusammengepferchten Hunden war auf einer Stadtautobahn bei Peking unterwegs, als es einem tierliebenden Autofahrer gelang, ihn mit einem waghalsigen Manöver zu stoppen. Nachdem der Tierschützer via Internet zahlreiche Freunde alarmierte, blockierten kurz darauf rund 200 Aktivisten 15 Stunden lang den Lastwagen und forderten die Freilassung der Tiere.

Da der Transport von den Behörden genehmigt worden war, einigten sich die Demonstranten schliesslich gütlich mit der Transportfirma und zahlten für die Freilassung der Hunde umgerechnet rund 16'000 Franken. Die Tierschützer vermuten, dass ein Grossteil der Tiere gestohlen waren, viele von ihnen trugen noch ihre Namensschilder. Die Hunde wurden nun erstmal in ein Tierheim in der Nähe von Peking gebracht, wo ihre Besitzer sie abholen können oder sie an neue Herrchen vermittelt werden. Die verletzten Tiere werden noch gesund gepflegt.

In China ist der Konsum von Hunde- und Katzenfleisch immer noch weit verbreitet, stösst aber wegen des seit einigen Jahren anhaltenden Haustier-Booms verstärkt auf Widerstand in der Bevölkerung. Der chinesischen Heilkunde nach fördert der Verzehr von Hundefleisch die Körperwärme, daher ist es gerade im Winter beliebt. Da es aber auch in China weder Zuchtfarmen noch spezielle Verarbeitungsbetriebe für Hundefleisch gibt, landen hauptsächlich streunende oder wie im aktuellen Fall gestohlene Hunde im Kochtopf.

Laut chinesischen Medien denkt die Regierung nun schon seit einiger Zeit über ein Verbot der Hundeschlachtung nach. Dies aber weniger aus Tierschutzüberlegungen sondern aus Imagegründen: die Gastronomie Chinas solle nicht in erster Linie mit dem Verzehr von Hunden assoziert werden.



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