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14.03.2012

Delfin-freie Schweiz rückt in Griffnähe

SCHWEIZ – Mit überzeugender Mehrheit sprach sich der Nationalrat für ein Verbot der Haltung von Walen und Delphinen in der Schweiz aus. Ein entsprechender Artikel im Tierschutz-Gesetz kommt jetzt vor den Ständerat.

Mit 112 zu 60 Stimmen sprach sich der Nationalrat überraschend deutlich dafür aus, dass im Schweizer Tierschutzgesetz ein Verbot der Haltung von Walen und Delphinen verankert wird. OceanCare nimmt das Resultat der Abstimmung mit grosser Erleichterung zur Kenntnis. „Seit 23 Jahren engagieren wir uns für die Anerkennung der wissenschaftlich belegten Tatsache, dass Wale und Delphine in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können“, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare.
 
Am 2. April öffnet das Connyland erneut seine Tore. Überschattet wird der diesjährige Saisonstart durch die tragischen Delphintode. 2011 verendeten im thurgauischen Freizeitpark drei Meeressäuger: Barchus im Mai, Shadow und Chelmers im November. Weil der Verdacht auf Vergiftung bestand, wurden letzere von der Universität Zürich obduziert. Die beiden – gemäss Connyland vor ihrem Ableben gesunden – Delphine starben an Hirnversagen infolge Antibiotikaverabreichung. Der Befund überrascht nicht. Gestützt auf Angaben ehemaliger Connyland-Delphintrainer reichten OceanCare und die Stiftung für das Tier im Recht bereits 2010 eine Strafanzeige wegen gravierender Mängel in der Delphinhaltung ein.

Im einzigen Schweizer Delphinarium leben nun noch drei Delphine. Die Gruppenzusammensetzung ist ungünstig, denn es handelt sich um ein erwachsenes Weibchen (Wildfang aus Kuba) und deren zwei männliche Jungtiere von 9 Monaten bzw. 7 Jahren, wovon das ältere bald geschlechtsreif wird. Die Betreiber des Connyland sind also auf neue Delphinimporte angewiesen. Dass diese nicht bewilligt werden dürfen ist allein schon aufgrund der traurigen Bilanz des Freizeitparks selbstredend: In nur 3 Jahren starben im Kanton Thurgau 8 Delphine.  



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