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18.07.2011

Delfinarien – tatsächlich alles nur halb so schlimm?

SCHWEIZ – Seit längerer Zeit schon wird die Delfinhaltung im Freizeitpark Conny-Land von verschiedenen Tierschutzorganisationen kritisiert. So auch kürzlich vom deutschen Wal- und Delfinschutz-Forum, welches teils happige Vorwürfe erhebt. Der Thurgauer Kantonstierarzt hingegen kommt zu einem ganz anderen Schluss und erklärt, die gesetzlichen Mindestanforderungen würden eingehalten.

Das deutsche Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) erhebt happige Vorwürfe gegen das Conny-Land. So kritisieren sie beispielsweise fehlende Schattenplätze, wodurch die Gefahr von Sonnenbrand bei den Delfinen gegeben sei. Weiter werde den Tieren Aas verfüttert, das sie sich zudem mit «Clownereien» erst verdienen müssten. Da auch beobachtet wurde, dass einzelne Delfine zwangsgefüttert wurden, wird deren Gesundheitszustand in Frage gestellt.

Der Thurgauer Kantonstierarzt Paul Witzig bezieht nun Stellung zu den Vorwürfen. Nach Befragung mehrerer Experten kommt er zum Schluss, dass die Vorwürfe nicht stichhaltig seien. Gemäss Auskunft der Experten müsse Delfinen nicht unbedingt ein Schattenplatz zur Verfügung stehen, solange deren Haut vom Wasser genügend benetzt sei. In der Mitteilung des Tierarztes heisst es, die Delfine im Conny-Land würden keinerlei klinische Anzeichen eines Sonnenbrandes zeigen.

Bezüglich der Fütterung heisst es von Seiten des Tierarztes, dass die Delfine tote Heringe in Lebensmittelqualität zu fressen bekämen, da lebende Tiere gemäss Tierschutzgesetz nicht verfüttert werden dürften. Dass sich die Tiere das Essen mit «Clownereien» verdienen müssten sei Teil des Beschäftigungsprogrammes, das für Tiere in Gefangenschaft sinnvoll sei. Die Anwendung einer Magenschlundsonde schliesslich gehöre zum Training, damit ein Tier im Krankheitsfall auf diese Art ernährt werden könne.

Immerhin muss auch der Kantonstierarzt zugeben, dass Delfinhaltung heikel sei und die freiheitsliebenden Tiere, welche in der Natur grosse Gebiete durchstreifen, in der Zoohaltung eingeschränkt seien. Er gehe aber allen Vorwürfen nach und überprüfe regelmässig die Einhaltung der Tierschutzvorschriften.



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