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23.11.2010

Delfinschützer stoppen Lidl

DEUTSCHLAND – Nachdem die Organisationen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und Projekt Walschutzaktionen (ProWal) gegen den Verkauf von Delfinarien-Tickets in Holland durch die Lebensmittelkette Lidl protestiert hatte, reagierte der Firmenhauptsitz (Lidl International) in Neckarsulm heute prompt und zog den Verkauf zurück.

Delfin, Meeressäuger

Das WDSF fordert seit Jahren international die Schliessung der Delfinarien, weil diese Teil der Ursache für das Abschlachten von über 20.000 Delfinen in den Küstenregionen Japans seien. Bei den Delfin-Treibjagden werden die schönsten und stärksten Tiere aussortiert und weltweit an Delfinarien verkauft. Ein antrainierter Delfin erzielt rund 150.000 Dollar – ein Delfin für den Verkauf an Restaurants und in Supermärkten lediglich rund 600 Dollar. Nur der lukrative Handel mit den Show-Delfinen halte das blutige Gemetzel an den intelligenten Meeressäugern aufrecht, so das WDSF.

Lidl-Sprecher, Thomas Moessner, teilte dem WDSF heute per E-Mail mit, dass „sich Lidl der Verantwortung bei Themen wie Wal- und Delfinschutz bewusst sei.“ Moessner: „Wie haben zwischenzeitlich alle Eintrittskarten aus dem Verkauf genommen und entschieden, dass wir auch zukünftig keine Eintrittskarten für Delphinarien mehr anbieten werden.“

Das WDSF und ProWal werden bei ihren Aktionen durch den weltbekannten Delfinschützer Ric O’Barry unterstützt, der für den Dokumentar-Spielfilm „Die Bucht“ in diesem Jahr einen Oscar erhielt. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller zur Lidl-Entscheidung: „Nachdem sich Lidl verpflichtet hatte, nur „delfinfreundlichen Thunfisch“ zu verkaufen, wobei die Konserven-Lieferanten Mitglied beim amerikanischen Earth Island Institut (EII- Direktor Ric O’Barry) sein müssen, war es ein krasser Widerspruch, dass Lidl Eintrittskarten für eingesperrte Delfine anbietet. Wir freuen uns über das sofortige Statement von Lidl und die Einsicht des Fehlverhaltens.“

Das WDSF hatte bereits durch intensive Interventionen bei fast allen deutschen Reiseveranstaltern erreicht, dass an der türkischen Riviera kein Delfinarium mehr angeboten wird. Das Delfinarium im Allwetterzoo Münster hat nach jahrelangem Druck durch das WDSF für 2012 die Schliessung des Delfinariums angekündigt. Der Zoo begründet die Schliessung mit finanziell nicht mehr erfüllbaren Auflagen der Aufsichtsbehörden. Auch dort war das WDSF vorstellig geworden und hatte u.a. ein neues millionenteures Hallendach für das Delfinarium eingefordert, weil ansonsten die Haltungsbedingungen nicht mehr erfüllt seien.

ProWal-Geschäftsführer Andreas Morlok: „Delfinarien sind Auslaufmodelle und wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, dass Delfine in Freiheit bleiben und nicht in kleine Betonbecken eingesperrt werden.“



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