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28.04.2011

Die grosse Trockenheit – des einen Freud, des andern Leid

SCHWEIZ/EUROPA – Während sich die meisten Menschen hierzulande über das anhaltend schöne Wetter freuen und frühsommerliche Freizeitaktivitäten draussen geniessen, bereitet die zunehmende Trockenheit vor allem den Landwirten Kopfzerbrechen. Aber nicht nur wir, auch die Tierwelt bekommt die Konsequenzen der aussergewöhnlichen Dürre je länger je mehr zu spüren. Bei den einen führt das warme Wetter zu einer wahren Bevölkerungsexplosion, anderen steht das Wasser buchstäblich bis zum Hals.

Das warme und trockene Wetter begünstigt die Entwicklung der Borkenkäfer-Larven – mit entsprechenden Folgen für die Forstwirtschaft

Zu den Nutzniessern des viel zu warmen und trockenen Aprils gehört ausgerechnet einer der grössten Schädlinge – der Borkenkäfer. In Schweden wurden allein in der letzten Woche mehr Käfer in Registrierungsfallen gefangen als im gesamten letzten Jahr! Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird mit einer massiven Borkenkäfer-Plage gerechnet. Waldbesitzer werden bereits dazu aufgerufen, Gegenmassnahmen zu ergreifen. Durch die warme Witterung können sich die Käfer rascher vermehren, da sich die Zeitspanne bis zum Ausflug der Käfer von normalerweise 10 bis 12 Wochen nun auf etwa 6 Wochen verkürzt. Im schlimmsten Fall können sich in einem warmen Jahr drei Generationen Käfer entwickeln, was zu einer Vertausendfachung der ursprünglichen Population führen kann.

Genau das gegenteilige Problem haben derzeit hingegen die Fische. Weil mehrere Bäche mittlerweile am austrocknen sind, mussten bereits diverse Umsiedlungsaktionen vorgenommen werden. Dass sich das Problem natürlich nicht nur auf kleine Gewässer beschränkt, zeigt sich beim grössten Schweizer Fluss: der Rhein führt ganze 40 Prozent weniger Wasser als gewöhnlich. Das mittlerweile von vielen herbeigesehnte Ende der Trockenheit ist aber immer noch nicht in Sicht. Gemäss Auskunft der Meteorologen fallen in den nächsten Tagen zwar teilweise lokale Niederschläge, diese seien aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Um die Situation wirklich zu entschärfen, benötigt die Natur mindestens 72 Stunden lang kräftigen Regen – und damit wird in den nächsten 14 Tagen aufgrund der Satellitenbilder eher nicht gerechnet, ein Tiefdruckgebiet zeichnet sich darauf nämlich nicht ab.   



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