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29.06.2011

Die Niederlande verbietet das Schächten

HOLLAND – Mit grosser Mehrheit hat das niederländische Parlament gestern das rituelle Ausbluten von Schlachttieren ohne Betäubung verboten. Juden und Muslime hatten vergeblich dagegen protestiert.

Darstellung des Schächtens aus dem 15. Jahrhundert

Die Vertreter beider Religionsgemeinschaften hatten sich bei ihren Protesten auf die Religionsfreiheit berufen. Sowohl im Judentum wie auch im Islam ist das Schächten vorgeschrieben, da der Verzehr von Blut untersagt ist. Deshalb werden beim Schächten Hühnern, Schafen oder Rindern mit einem sehr scharfen Messer mittels eines einzigen Schnitts die Luft- und Speiseröhre sowie die grossen Blutgefässe durchtrennt. Dann lässt man das Tier ausbluten – alles ohne Betäubung. Die Anhänger beider Religionen sehen darin nichts Schlechtes, Tierschützer allerdings schon, denn obwohl die Tiere beim Schächten angeblich innerhalb von maximal 32 Sekunden das Bewusstsein verlieren sollen, existieren Videoaufnahmen wie auch medizinische Gutachten, die das Gegenteil beweisen.

Das Parlament in Den Haag scheint das nun ebenso zu sehen und setzt dieser Tierquälerei ein Ende. In Anbetracht der heftigen Proteste hat es allerdings die Option einer Ausnahmebewilligung geschaffen. Dadurch sollen Schächtungen in Einzelfällen erlaubt sein, wenn der Nachweis erbracht werden kann, dass die Schlachtung via Halsschnitt so durchgeführt werden kann, dass das Tier nicht mehr Leid erfährt, als dies bei einer herkömmlichen Schlachtung mit Betäubung der Fall ist. Ob ein solcher Nachweis überhaupt erbracht werden kann, ist jedoch sehr umstritten.



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