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04.01.2016

Durchzogenes Jahr 2015 für die Biodiversität

SCHWEIZ – Am Ende des Jahres wird in vielen Bereichen Bilanz gezogen. In Bezug auf die Biodiversität in unserem Land zeigt sich: 2015 war ein sehr durchzogenes Jahr mit einigen kleinen Erfolgen, aber gesamthaft einem weiteren starken Rückgang der biologischen Vielfalt. Es ist dringend, dass der Aktionsplan Biodiversität endlich beschlossen und umgesetzt wird.

Bild: Wikipedia

Der gefährdete Kiebitz, ein Watvogel von Ried- und Kulturlandflächen, erreichte in diesem Jahr einen schönen Rekord: 181 Brutpaare konnten in der Schweiz gezählt werden. Nur dank besonderen Artenförderungsmassnahmen konnte sich sein Bestand vom Tiefststand mit rund 90 Brutpaaren im Jahr 2009 wieder etwas erholen. Allerdings relativiert sich die Zunahme, wenn man die Zahl mit den Beständen vor dreissig Jahren vergleicht: Gegenüber dem Bestand von 1980 entsprechen die 181 Brutpaare weniger als einem Fünftel. Die Art hatte in den letzten Jahrzehnten überall in der Schweiz stark abgenommen.

 

Der Kiebitz mit seiner attraktiven Haube zeigt exemplarisch ein generelles Problem der biologischen Vielfalt in unserem Land: Die punktuellen Erfolge des Naturschutzes sind erfreulich, aber sie reichen bei weitem nicht aus, um die grossen Verluste zu kompensieren. Der Gesamttrend der Biodiversität in der Schweiz ist weiterhin stark negativ, es ist noch nicht einmal die Talsohle erreicht.

Zum Jahresbeginn musste denn auch der Bundesrat im Umweltbericht 2015 festhalten: „Die Biodiversität in der Schweiz ist in einem schlechten Zustand“. In der dicht besiedelten Schweiz hänge die Entwicklung der Biodiversität stark davon ab, ob es gelinge, eine ökologische Infrastruktur aus Schutz- und Vernetzungsgebieten aufzubauen und die Agglomerationen so aufzuwerten, dass sich der Zustand der Biodiversität im Siedlungsraum verbessert.

Allerdings ist der Aktionsplan Biodiversität, mit welchem die bereits 2012 vom Bundesrat beschlossenen zehn Biodiversitätsziele der Schweiz erreicht werden sollen, noch immer nicht in Kraft. In einer Vorkonsultation vom vergangenen Sommer wurde der Aktionsplan von den Kantonen gut aufgenommen, wie eine Analyse der Stellungnahmen verschiedener Kantone zeigt, die auf dem Internet zugänglich sind. Der Bundesrat hat in seinen Jahreszielen beschlossen, dass er im ersten Halbjahr 2016 die Vernehmlassungsvorlage zum Aktionsplan der «Strategie Biodiversität Schweiz» verabschieden wird. Der Aktionsplan soll gemäss dem Bundesrat dazu beitragen, dem deutlichen Rückgang der biologischen Vielfalt und damit der Bedrohung unserer Lebensgrundlagen und unseres Wohlstands entgegenzuwirken. Dies ist dringend nötig, um den Negativtrend der letzten Jahrzehnte abzuschwächen und umzukehren. Weiterführende Informationen:

www.birdlife.ch/de/content/sehr-durchzogenes-jahr-2015-fuer-die-biodiversitaet



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