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05.06.2009

Echsen: Die Grösse des Eis bestimmt das Geschlecht

AUSTRALIEN – Bei einer australischen Echsenart bestimmen nicht die Gene das Geschlecht, sondern die Grösse des Eis. Dies ergab nun eine Studie der Universität Sydney.

Beim Menschen ebenso wie bei vielen Tieren wird das Geschlecht von der genetischen Zusammensetzung bestimmt. Während die Weibchen meistens zwei X-Chromosomen haben, verfügen die Männchen über ein X- und ein Y-Chromosom. Für die australischen Skinke scheint das allerdings nicht zu gelten. Wie Biologen der Universität Sydney nun entdeckten, scheint bei der kleinen Echsenart die Grösse des Eis das Geschlecht zu bestimmen.

Studienleiter Richard Shine fasst die Ergebnisse so zusammen: «Grosse Eier ergeben Mädchen, kleine Eier Jungs». Entnahmen die Biologen einem Ei kurz nach der Ablage einen Teil des Dotters, schlüpfte daraus später eine männliche Echse, auch wenn das Ei ursprünglich zwei X-Chromosomen besass, also eigentlich das weibliche Gen enthielt. Umgekehrt entwickelten sich aus den Eiern Weibchen, wenn die Forscher zusätzlichen Dotter ins Ei injizierten.

Doch auch die Nesttemperatur kann einen Einfluss auf das Geschlecht des Nachwuchses haben. Dies hatten die Forscher bereits in früheren Studien herausgefunden. Demzufolge schlüpfen bei niedrigen Temperaturen hautptsächlich Männchen, bei hohen Temperaturen Weibchen. Dieses Phänomen kennt man auch bei den Schildkröten. Genau umgekehrt ist es bei Krokodilen: bei Temperaturen bis etwa 30 Grad schlüpfen Weibchen, ab 34 Grad Celsius sind es nur noch Männchen. Liegt der Temperaturbereich dazwischen, enstehen Männchen und Weibchen.



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