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07.09.2013

Elefantennummer im Zirkus Knie ist nicht tierschutzwidrig

SCHWEIZ – Eine Tierschutzorganisation verlangte vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) in Bern die Veranlassung einer unabhängigen Beurteilung einer Elefantennummer im laufenden Programm des Zirkus Knie.

Symbolbild

BVET, Tierschutzvollzugsbehörden und Gutachter kommen zum Schluss, dass der Elefant nicht leidet.

Im diesjährigen Programm des Zirkus Knie schleudert ein Elefant durch einen Tritt auf ein Brett einen Artisten in die Luft. Eine Tierschutzorganisation ist der Ansicht, dass diese Schleuderbrett-Nummer beim Asiatischen Elefanten Delhi zu einer Überbelastung der Vorderbeine führe und damit dem Artikel 4 des Schweizerischen Tierschutzgesetzes (TSchG) widerspreche, weil dem Tier Schmerzen und Leid zugefügt werde. Sie verlangte vom BVET deshalb die Veranlassung einer unabhängigen Beurteilung dieser Nummer.

Die Vorführung wurde an verschiedenen Tournee-Orten durch Tierschutzvollzugsstellen beurteilt. Weder die Vollzugsstellen noch das BVET orteten Probleme oder unmittelbaren Handlungsbedarf.

Trotzdem wurde einem unabhängigen externen Gutachter der Auftrag erteilt, die Schleuderbrett-Nummer mit Elefant Delhi zu besichtigen und die Haltung sowie den Gesundheitszustand des Elefanten zu beurteilen. Der durch verschiedene Fachleute empfohlene externe Gutachter, ein ausgewiesener Elefantenspezialist, kommt nun zum Schluss, dass kein Verstoss gegen das Tierschutzgesetz Artikel 4 vorliegt. Aus den persönlichen Beobachtungen des Gutachters sowie den vom Zirkustierarzt eingereichten Unterlagen geht hervor, dass Delhi bei dieser Nummer nicht leidet.

Ein Elefant, dem eine Aufgabe Unbehagen, Angst oder gar Schmerzen bereitet, wird alle Möglichkeiten nützen, um sich davor zu drücken. Delhi z.B. hätte sich weigern können, das Podest zu besteigen. Sie betritt es aber ohne zu zögern und ohne Zwang. Delhi ist für diese Leistung talentiert, entsprechend trainiert und besitzt einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn. Ihre ausgezeichnete Körperbeherrschung ermögliche es ihr, die anspruchsvolle Schleuderbrett-Nummer absolut kontrolliert durchzuführen, sind sich Gutachter und Vollzugsstellen einig. Delhi wird regelmässig vom für Zoo- und Wildtiere spezialisierten Zirkustierarzt untersucht und ihr Gesundheitszustand sowie allfällige Behandlungen dokumentiert. Das Gutachten bestätigt die Einschätzung des BVET und der Vollzugsstellen, dass Delhi während der Ausführung dieser Nummer weder leidet, noch Schmerzen hat. Eine unmittelbare Abänderung des Auftritts von „Delhi" beim Zirkus Knie drängt sich deshalb nicht auf.



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