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11.06.2010

Elefantenparade fällt ins Wasser

SCHWEIZ - Weil die Elefantendame Sabu mehrmals ausgerissen ist, wurde sie vom Circus Knie zurück in den Kinder-Zoo in Rapperswil geschickt. Das hat Auswirkungen auf die Parade in Basel. Sie wurde abgesagt.

Am Samstag hätten die Elefanten durch die Strassen der Innenstadt defilieren sollen, doch daraus wird nichts. Grund ist die Elefantendame Sabu. Ihr Freiheitsdrang macht dem Circus Knie und dem Organisator «Pro Innerstadt» einen Strich durch die Rechnung. Zweimal büxte die Elefantendame bereits aus. Zuerst entwischte sie den Wärtern in Zürich von der Landiwiese und ging auf einen Spaziergang durch die Stadt. Dann nahm sie im aargauischen Wettingen schon wieder Reissaus und genehmigte sich ein Bad in einem nahe gelegenen Bach. Beide Vorfälle gingen ohne Verletzte oder grösseren Sachschaden zu Ende und der Zirkus kam mit dem Schrecken davon. Doch nun scheint das Risiko zu gross geworden zu sein. Sabu habe erkannt, dass sie sich gegen ihre Wärter durchsetzen kann, erklärt Zirkusdirektor Franco Knie. Nachdem ihr dies nun zwei Mal gelungen sei, müsse man Konsequenzen ziehen. Das Verhalten der Elefantendame sei hier vergleichbar mit dem eines Hundes. Entscheidend sei die dominante Position des Wärters. Diese muss von dem Tier bedingungslos akzeptiert werden. Sabu wurde in den Zoo von Rapperswil gebracht, wo die Knie-Elefanten jeweils den Winter verbringen. Dort kann sie sich in einer gewohnten Umgebung beruhigen.

«Die Elefanten sind noch zu nervös für die Parade», sagt Franco Knie. Das Ausscheiden von Sabu habe in der acht Tiere umfassenden Gruppe einiges durcheinandergebracht. Die anderen Elefanten suchten Sabu und wären der Aufregung des Umzugs nicht gewachsen. «Das Risiko ist einfach zu gross», so Knie. Auch an der Zirkuspremiere in Basel wird Sabu fehlen. Diese findet deshalb nur mit drei anstatt vier Elefanten statt. «Dass die Elefantenparade nicht stattfinden kann, ist sehr schade», sagt Armin Faes von «Pro Innerstadt». Der Anlass sei jedes Jahr ein grosser Erfolg gewesen. Vor allem Kinder und Familien hätten jeweils zahlreich den Weg in die Innenstadt gefunden. Doch für ihn sei klar: «Die Sicherheit geht vor.». Und petfinder.ch ist der Meinung: Wildtiere gehören in keinen Zirkus. Auch nicht in den Circus Knie.



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