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02.10.2012

Erfolg: Geplante Tierversuche der US-Armee gestoppt

DEUTSCHLAND – In Deutschland sollten Tiere fürs US-Militär getötet werden. Am 2. Oktober 2012 hat das zuständige Unternehmen Deployment Medicine International (DMI), ein Vertragspartner der US-Armee, hat nach fünfstündiger Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Gera aufgegeben, auf eine Erlaubnis für tödliche Übungskurse an Schweinen in Thüringen zu bestehen.

Die US-Armee versucht bereits seit Jahren eine Erlaubnis zu bekommen, ihre Soldaten und Sanitäter in Deutschland an lebenden Schweinen und Ziegen ausbilden zu dürfen. Ein erster Antrag war bereits im Frühjahr 2010 aufgrund heftiger öffentlicher Proteste zurückgezogen worden. Ein zweiter Antrag scheiterte im August 2010 am Deutschen Tierschutzgesetz: Die Bezirksregierung der Oberpfalz lehnte den Antrag ab mit Verweis auf Artikel 10 des Tierschutzgesetzes. Als bekannt wurde, dass im Oktober 2010 ein dritter Antrag eingegangen war, kam es erneut zu Protesten. Tausende Menschen richteten in unserem Aktionsaufruf Briefe und Mails an die verantwortlichen Politiker, mit dem Appell, sich erneut deutlich gegen die Pläne der US-Armee auszusprechen. Ausserdem demonstrierten PETA-Aktivisten vor dem europäischen Hauptquartier der US-Armee in Heidelberg. Offenbar mit Erfolg: Mit Bescheid vom 30.9. 2010 lehnt die Bezirksregierung Oberpfalz den neuen Antrag ab.??DMI hatte auch bereits 2010 den Ablehnungsbescheid des zuständigen Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit erhalten, wogegen das Unternehmen daraufhin Klage einreichte. Bei den Übungen, die DMI als Dienstleister aller Wahrscheinlichkeit nach den in Deutschland stationierten US-amerikanischen Streitkräften anbieten wollte, wären Schweine grausam verstümmelt und anschliessend getötet worden – wie auch in einem Undercover-Video an Ziegen zu sehen ist, das PETA USA in diesem Jahr veröffentlichte.??Dass auch ohne archaische und grausame Tierversuche Soldaten und Sanitäter ausgebildet werden können, zeigt die deutsche Bundeswehr. Sie sowie Beamte aus zahlreichen NATO-Staaten setzen keine lebenden Tiere, sondern moderne Simulationsmethoden in der Ausbildung ein.



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