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11.04.2013

Europäischer Bison kehrt zurück

DEUTSCHLAND – Am Donnerstag wird im Rothaargebirge eine Wisent-Herde in die freie Wildbahn entlassen.

Bild: Wikipedia / Michael Gäbler

Anlässlich der Wideransiedlung der seit mehreren Jahrhunderten in Deutschland ausgestorbenen Wildrinder im Rahmen durch Wisent-Wildnis-Wittgenstein e.V. und Taurus Naturentwicklung e.V. erklärt Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz in Deutschland beim WWF:

„Der WWF freut sich über die Rückkehr des Wisents nach Deutschland. Damit erhalten wir ein Stück biologische Vielfalt zurück. Wir gratulieren Wissen-Wildnis-Wittgenstein und Taurus Naturentwicklung zu diesem Meilenstein.

Zurzeit prüft der WWF in Kooperation mit Spezialisten der Weltnaturschutzunion IUCN und der Humboldt-Universität zu Berlin, wo und in welchem Umfang Wisente in Deutschland dauerhaft und langfristig wieder angesiedelt werden könnten. Die seltenen Wildrinder benötigen grosse Waldgebiete sowie relativ unzerschnittene Regionen. Wir erwarten, dass sich nur eine kleine Anzahl von Wald-Gebieten als Wisent-Lebensraum eignet. Konkrete Ergebnisse werden im Herbst vorliegen.

Nach Abschluss der Studie wird der WWF die empfohlenen Gebiete auf die Machbarkeit eines konkreten Wisent-Projekts, wie dem im Rothaargebirge, prüfen und baldmöglichst verschiedene Wiederansiedlungen anstreben. Die gewonnenen Erkenntnisse aus unserer Studie wie auch die Praxiserfahrungen aus dem Rothaargebirge werden dazu eine wichtige Grundlage darstellen.

Perspektivisch werden einige Jahrzehnte notwendig sein, um Wisente in verschiedenen Gebieten anzusiedeln. Eine Vernetzung mit den osteuropäischen Vorkommen, vor allem mit Polen, ist dabei zum genetischen Austausch entscheidend, um Inzucht langfristig zu vermeiden. Dazu werden wir grosse Wildwander-Korridore einrichten müssen, die auch dem Erhalt weiterer Arten dienen werden. Die grossflächige und dauerhafte Rückkehr der Grossfauna, wie Wisent, Elch, Wolf und Luchs ist eine der grössten Herausforderungen für den Naturschutz in Deutschland.“



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