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24.09.2009

Extreme Dürre bedroht Mensch und Tier in Kenia

KENIA – Seit Wochen hat es nicht mehr geregnet, die Erde ist staubtrocken, die Wasserlöcher sind am Versiegen, Menschen und Tiere kämpfen ums Überleben: in Kenia und anderen ostafrikanischen Staaten herrscht eine der schlimmsten Dürren der vergangenen Jahre.

(© Symbolbild: Stefan Kühn)

Die Ernten sind verdorrt, Flussläufe und Seen fast ausgetrocknet. Wenn es nicht bald regne, könnten allein in Kenia bis zu drei Millionen Nutztiere verenden, warnt die Umweltschutzorganisation African Conservation Fund. Die Konsequenz für den Menschen wäre eine schlimme Hungersnot.

Drei Regenzeiten in Folge sind ausgeblieben. Die gelegentlichen Regenfälle im Frühjahr waren nur einen Tropfen auf den heissen Stein. Umweltschützer haben schon lange davor gewarnt, dass dies als Folge des Klimawandels passieren würde. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen schätzt, dass es sich um eine der schlimmsten Dürren seit neun Jahren handelt. Andere Experten vertreten gar die Ansicht, es sei so schlimm wie seit 40 Jahren nicht mehr.

Neben den Menschen leiden auch die Tiere massiv unter der Trockenheit. Farmer treiben ihre Herden in die Nationalparks, in der Hoffnung, dort Futter und Wasser für sie zu finden. Rund 200'000 Nutztiere sollen sich derzeit in den Reservaten aufhalten. Das führt jedoch zu weiteren Problemen. Denn auch in den Reservaten wird die Wasserversorgung knapp: in der Serengeti ist der Pegel des Flusses Mara, eine der Hauptwasseradern des Landes, auf einen historischen Tiefstand gesunken. So kommt es, dass die Nutztiere den geschützten Wildtieren das Wenige, was es noch gibt, wegfressen und -trinken.

Besonders bedroht sind die Nilpferde, die einen vergleichsweise kleinen Aktionsradius von höchstens sieben Kilometern haben. Viele von ihnen sterben an Entkräftung bei der Futter- und Wassersuche.

Da wegen der Dürre auch die Touristen in den Wildreservaten ausbleiben, sind die Konsequenzen auch in finanzieller Hinsicht fatal. Ohne die Millionen aus der Tourismusindustrie fehlt wichtiges Geld für Infrastrukturen wie Schulen, Strassen oder Krankenhäuser.




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