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20.12.2011

Fotofalle ertappt Luchs im Kanton Thurgau

SCHWEIZ – Nun ist es definitiv: Ein Luchs ist für zwei Schafrisse in der Gemeinde Salenstein am Bodensee verantwortlich. Seit Juli hatte die Thurgauer Jagd- und Fischereiverwaltung eine Reihe von Hinweisen erhalten, die auf einen Luchs hindeuteten, wie der Kanton am Montag mitteilte. Von Berlingen bis Kesswil hatten mehrere Personen unabhängig von einander den Luchs beobachtet.

Symbolbild

Auch Funde von gerissenen Wildtieren deuteten auf einen Luchs hin. Gewissheit hat die Jagd- und Fischereiverwaltung aber erst seit gut einer Woche: Ein Schafhalter hatte Ende November und am 10. Dezember jeweils ein totes Schaf mit Bissspuren an der Kehle auf seiner Weide entdeckt.

Rückkehr zur Beute

Beim ersten Schaf vermutete der Halter einen wildernden Hund. Das zweite tote Schaf liess er, in Absprache mit der Jagd- und Fischereiverwaltung, am Fundort liegen. Es wurde eine Fotofalle installiert - mit Erfolg. Am 11. Dezember kehrte der Luchs zu seiner Beute zurück und tappte in die Falle.

Dass die Schafe vom Luchs gerissen wurden, bestätigte auch die Untersuchung des toten Schafes von Salenstein, wie es im Communiqué heisst. Der betroffene Halter wird für den Verlust der beiden Tiere entschädigt.

Luchs stammt aus dem Jura

Fachleute erkannten auf den Fotos, dass der Luchs aus dem Jura stammt. Das knapp zwei Jahre alte Tier war im Februar 2011 im Val St.-Imier fotografiert worden. Seither wanderte es rund 150 Kilometer bis in den Thurgau. Die Herkunft des Luchses sei völlig überraschend, heisst es.

Die Jagd- und Fischereiverwaltung erwartet, dass der «Thurgauer» Luchs weiter wandern wird in ein Gebiet, in dem bereits Luchse leben, um sich dort zu paaren. Die Schafhalter auf dem Seerücken wurden aber vorsichtshalber aufgerufen, ihre Tiere nachts in Ställe zu bringen.

Quelle: Tierschutznews.ch



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