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12.10.2011

Frösche unterhalten sich über eigene Frequenz

OESTERREICH – Walter Hödl vom Institut für Zoologie der Universität Wien und sein Forscherteam haben herausgefunden, dass die Froscharten ausschliesslich auf den Frequenzbereich reagieren. Andere Töne werden einfach ausgeblendet. Bei allen Tieren, die sich über Laute verständigen, spielt die Erkennung arteigener Signale eine wichtige Rolle.

"Da alle Organismen bemüht sind, völlig störungsfrei zu kommunizieren, ist anzunehmen, dass bei allen ein ähnlicher Mechanismus in den von ihnen benutzten Kommunikationskanälen - sei es akustisch, chemisch oder optisch - wirksam ist. Dieser muss so funktionieren, dass im Überlappungsbereich mit ihren 'kommunikativen Nachbararten' Signalanteile einfach ignoriert werden", sagt Tropen- und Evolutionsbiologe Hödl gegenüber pressetext.

Die einmalige Artendichte im peruanischen Regenwald ist für die Forscher optimal, um das Kommunikationssystem der Frösche zu untersuchen. "Bisher haben sich akustische Freilandstudien vorwiegend mit den Sendern beschäftigt. Unser innovativer Ansatz war es, auch die Empfänger mit einzubeziehen", sagt Hödl. In 570 Rückspielversuchen wurde das Antwortverhalten auf arteigene Balzlaute untersucht. Hödls Mitarbeiter Herbert Gasser erläutert: "Die bei Pfeilgiftfröschen verlässlich auslösbare Orientierung und Anwanderung an eine Schallquelle gab uns eindeutige Hinweise auf die Signalwahrnehmung und -erkennung bei den untersuchten Arten."

Die Pfeif- und Pfeilgiftfroscharten machen in ihrer Fortpflanzungsperiode lautstark auf sich aufmerksam. "Bei der von uns untersuchten Froschgemeinschaft konnten wir weder zeitliche noch räumliche Auftrennungen im Balz-Rufverhalten der einzelnen Arten feststellen", sagt Hödl. Die Arten rufen also gleichzeitig durcheinander und das teilweise auch noch im gleichen Frequenzbereich. Damit kein Chaos entsteht, besitzt jede Froschart ihren artspezifischen, gegenüber Nachbararten klar getrennten akustischen Kanal. Entscheidend für die Erhaltung der Art ist also das Reaktions- und Erkennungsvermögen des artspezifischen Frequenzbereichs und nicht die Gesamtheit des akustischen Signals.

Quelle: Tierschutznews.ch



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