Logo
13.02.2012

Gefährdet Strassensalz Wildtiere?

SCHWEIZ – In der Nacht von Freitag auf Samstag (10. – 11.02.2012) wurden der Kantonspolizei St. Gallen mehrere Wildunfälle gemeldet. Die Jäger der entsprechenden Reviere mussten sich um betroffene Wildtiere, mehrheitlich Rehe, kümmern.

Wildhüter Rolf Wildhaber hat eine Erklärung: «Die Tiere schlecken das gestreute Salz von der Strasse. Dabei werden sie von Autos überfahren», so Wildhaber. Wegen vereister Waldböden finden die Tiere zurzeit fast kein Futter, darum sind sie auf der Suche nach Alternativen. «Genau wie der Mensch brauchen auch Rehe und Hirsche Salz zum Überleben», sagt Wildhaber. Dieses finden sie zurzeit haufenweise auf den Strassen. Doch nicht alle Wildhüter können sich einen Reim auf das Verhalten der Tiere machen: «Normalerweise brauchen sie erst im Frühling Salz für den Fellwechsel», sagt Mirko Calderara.

Sicher ist, dass es den Rehen und Hirschen an Futter mangelt. Allein im Kanton St.Gallen dürften in den letzten 14 Tagen rund hundert Jungtiere gestorben sein. «Getrieben vom Hunger kommen die Tiere immer näher an die Zivilisation», sagt der Toggenburger Wildhüter Urs Büchler. Er hat Rehe beobachtet, die vor einem Hauseingang Zierpflanzen frassen. Ähnliches beobachtet Wildhüter Wildhaber in Mels: «Jeden Abend um sieben Uhr tauchten etwa 50 Hirsche beim Einkaufszentrum auf», sagt er. Beim Pizolpark suchten sie nach Futter und lösten ein Verkehrschaos aus. Wildhaber hat reagiert: «Wir füttern die Tiere nun oben im Wald mit Heu.» So kämen sie erst um 21 Uhr ins Tal hinunter, wenn der Verkehr weg sei.



Benutzer:
Passwort:
Neu registrieren
Passwort vergessen?

Notfälle

Petfinder.ch arbeitet eng mit zwei Tierärztinnen zusammen, die auf die häufigsten Notfälle bei Hunden, Katzen,Pferden und Nagern eingehen.
» mehr 

Heimatlose Tiere suchen ein Zuhause

heimatlose Tiere suchen ein Zuhause - Hunde, Katzen, Nager usw.

Über 1000 heimatlose Tiere suchen bei uns ein neues Zuhause. Tiervermittlung für Hunde, Katzen, Nager und mehr...