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07.05.2012

Gefangenschaft ist für Delphine tödlich

SCHWEIZ – Ein Untersuchungsbericht des Instituts für Rechtsmedizin in St. Gallen bezeichnet im Zusammenhang mit dem Delphinsterben im Connyland Opiate als mögliche Todesursache. OceanCare hält nach wie vor daran fest, dass das Grundproblem in der Gefangenhaltung der Tiere liegt.

Darauf verweist auch ein Gutachten des Instituts für Veterinärpathologie der Universität Zürich, wonach gemäss Angaben der Thurgauer Staatsanwaltschaft die Delphine Shadow und Chelmers an einer Schädigung des Gehirns durch Antibiotika zugrunde gingen.

Wädenswil, 6. Mai 2012: Auch wenn das Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin in St. Gallen Opiate als mögliche Todesursache nennt, bleibt die Haltung der Meeressäuger in Gefangenschaft das eigentliche Problem. Denn die Verabreichung von Antibiotika und anderen Substanzen verweist auf die wesentliche Thematik: Delphine können in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden. Die unnatürlichen Lebensbedingungen versetzen die Tiere in Dauerstress. Ihr Immunsystem wird geschwächt, entsprechend werden sie krankheitsanfällig. Die Delphine sterben – obwohl sie in Gefangenschaft weniger Gefahren ausgesetzt sind als im Meer – meist wesentlich früher als ihre wild lebenden Artgenossen. Im Connyland sind denn auch acht Delphine innerhalb von nur gerade vier Jahren verendet.

Als wandernde Tiere legen Delphine in den Ozeanen täglich Distanzen von bis zu 100 Kilometern zurück. An Land kann ihr Lebensraum unmöglich nachgebildet werden. Jedes Becken ist für Delphine zu klein, zu kahl, zu reizlos, schlicht: zu artfremd. Werden die hochintelligenten Meeressäuger in Delphinarien gehalten, verlieren sie zudem ihre Familienbande und sie müssen auf jedes natürlich Verhalten – etwa die Jagd auf Fische – verzichten.

Die Gefangenhaltung von Delphinen hat auch Folgen für die Populationen im Ozean, denn die  Tierbestände in Delphinarien sind wegen der hohen Jungtiersterblichkeit nicht selbsterhaltend. Entsprechend sind Wildfänge nötig, die das Überleben ganzer Delphinfamilien im Meer gefährden können.

OceanCare setzt sich dafür ein, dass Delphine als freie Wildtiere respektiert werden und engagiert sich für ein Importverbot für Delphine in die Schweiz. Eine entsprechende Petition wurde von 77‘776 Personen unterzeichnet. Sie wird zusammen mit der Motion „Sofortiges Importverbot für Cetacea 12.3051“ in der Sommersession des Nationalrats behandelt.



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