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21.08.2010

Gentech-Lachs wächst doppelt so schnell

USA – Besonders der Fisch wird mit der ständig wachsenden Weltbevölkerung und dem dadurch immer stärker werdenden Nahrungsmitteldruck zu einem knappen Gut. Die Weltmeere ermöglichen längst nicht mehr jene Ausbeute wie noch vor Jahren. Die Lösung soll ein genetisch veränderter Atlantischer Lachs vom US-Unternehmen AquaBounty Technologies sein. Dieser wächst doppelt so schnell wie sein wilder Artgenosse und erreicht nach 18 Monaten - doppelt so schnell wie ein Wildlachs - ein Gewicht von rund 3,6 Kilogramm.

Sollte die US-Food and Drug Administration (FDA) den Gen-Lachs zulassen, wäre es das erste kommerziell hergestellte und zugelassene gentechnisch veränderte Tier. Ein Vorteil des Gen-Lachs ist, dass die Zucht auch in landbasierter Aquakultur möglich ist Das behaupten zumindest die Hersteller. Unter allen Umständen muss vermieden werden, dass es zu einer Interaktion zwischen wildlebenden und Gentech-Lachsen kommt. Atlantischer Zuchtlachs wird in Aquakulturen im Meer gezogen und dabei ist leicht möglich, dass Zuchttiere in die Wildnis gelangen.  Die Hersteller sind der Meinung, dass es keine Risiken bei der Zucht des Fisches gebe, da alle Fische von AquaAdvantage-Eiern weiblich und steril sind. Das ist zwar gut, aber damit ist die Gefahr noch nicht gebannt. Eine Zucht an Land sei sicher die beste Variante. Deutlich zu trennen sei jedoch die Frage nach der Lebensmittelsicherheit der genetisch-veränderten Fische

Umweltorganisationen: Sinnlos neuen Fisch zu züchten

"Es gibt keine Notwendigkeit dafür. Wir müssen keinen neuen Fisch erschaffen", meint Casson Trenor von Greenpeace-USA, die gentechnisch veränderten Lebensmitteln ohnehin sehr kritisch gegenüber stehen. Von Kritikern in den USA wird der Gen-Lachs schon jetzt als "Frankenfisch" bezeichnet. Nach Angaben von AquaBounty ist die Anmeldung für den Fisch bei der FDA in den Schlüsselpunkten bereits vollzogen, berichtet CEO Ronald Stotish, der damit rechnet, dass in den kommenden Wochen ein Beratungskomitee von aussenstehenden Experten eingerichtet wird, das eine abschliessende Beurteilung geben soll. Der Prozess könnte jedoch mehrere Monate bis Jahre dauern.

Quelle: pressetext.austria



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