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21.04.2011

Gericht schützt Kormoranbestand

SCHWEIZ – Die Kormoranbestände am Bieler-, Murten- und Neuenburgersee dürfen nicht mit regulierenden Massnahmen reduziert werden. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht und heisst damit eine Beschwerde von Naturschutzorganisationen gut.

Weil sich die Berufsfischer darüber beschwert hatten, dass die Kormorane ihre Netze beschädigten und viele Fische verletzten oder frassen, hatte das Bundesamt für Umwelt {Bafu) regulierende Massnahmen beschlossen. Dies auf Grund einer Berechnung, wonach die Fischer eine Einbusse von rund 6 Prozent ihres Jahreseinkommens in Kauf nehmen müssten. Mit Uferbarrieren, dem Entfernen alter Nester und dem Besprayen der Eier mit Öl sollte der Vermehrung der Kormorane im Naturschutzgebiet Fanel im oberen Neuenburgersee Einhalt geboten werden.

Dagegen reichten verschiedene Schweizer Tier- und Umweltschutzorganisationen vor Gericht Beschwerde ein. Sie zweifelten die Höhe der berechneten Umsatzeinbusse der Fischer an. Das Gericht gibt ihnen nun Recht. Das Bafu habe bei der Berechnung der Schäden Fehler gemacht, so habe es zum Beispiel die Tatsache ignoriert, dass Netze auch von Raubfischen, Schiffsankern oder Steinen beschädigt werden können. Dem Gericht zufolge sei die Einbusse der Fischer lediglich mit 2,5 Prozent zu beziffern und das reiche nicht aus, um die Massnahmen zur Bestandesregulierung zu rechtfertigen.

Falls der Fall weitergezogen wird, muss sich als nächstes das Bundesgericht damit befassen.



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