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31.08.2015

Grund für Knuts Hirnentzündung endlich bekannt

DEUTSCHLAND – Der einstige Star des Berliner Zoos litt an einer Gehirnentzündung, die durch eine Autoimmunreaktion hervorgerufen wurde.

Eisbär Knut ertrank 2011 nach einem epileptischen Anfall im Wassergraben seines Geheges. Bekannt war bis jetzt nur, dass er an einer Gehirnentzündung – Enzephalitis im Fachjargon – litt. Die Ursache dafür blieb bis vor Kurzem jedoch unbekannt. Auch beim Menschen hat es vor wenigen Jahren noch viele ungeklärte Fälle von Gehirnentzündungen gegeben. Laut Neurowissenschafter Harald Prüss vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen sei erst 2007 in den USA die so genannte Autoimmunkrankheit Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis als Ursache beschrieben worden. Eine nachfolgende Studie an der Berliner Charité über ungeklärte Gehirnentzündungen förderte zutage, dass die Mehrheit der untersuchten Patienten genau an dieser bislang unbekannten Krankheit litt. Prüss ging daraufhin ein Licht auf. Es wurde ihm klar, dass Knuts Todesursache eine autoimmune Hirnentzündung gewesen sein muss. Eine Probe an aufbewahrtem Nervenwasser brachte ihm letztlich die Gewissheit. Bei dieser Entzündung des Gehirns greifen Antikörper, die für die Lern- und Gedächtnisbildung zuständig sind, gewisse Andockstellen total unkontrolliert an. Die Folgen können epileptische Anfälle, Halluzinationen und Demenz sein. Mittlerweile gibt es Medikamente, die sowohl Mensch wie Tier helfen können.

 



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