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08.11.2014

Harte Strafen für Hundehalter gefordert

IRAN – Das Halten von Hunden soll im Iran – so es nach den Konservativen geht – unter Strafe gestellt werden. Begründet wird diese Forderung damit, dass das Gassi-Gehen die islamische Kultur beschädigt sowie die Hygiene und den Frieden anderer gefährdet. Das Strafmass soll 74 Peitschenhiebe umfassen.

Symbolbild

Den Besitz von Hunden wollen konservative Abgeordnete mit bis zu 74 Peitschenhieben bestrafen. Ein eingebrachter Gesetzentwurf sieht zudem hohe Geldstrafen für Hundebesitzer vor. Zur Begründung heisst es in dem Entwurf, das Spielen oder Spazierengehen mit Hunden oder Affen in der Öffentlichkeit beschädige «die islamische Kultur sowie die Hygiene und den Frieden anderer». Hunde gelten gemäss der islamischen Tradition als unrein und ihr Besitz in islamistischen Ländern nicht sehr verbreitet. Die moderne Ober- und Mittelschicht in Grossstädten wie Teheran hält aber zunehmend Hunde als Haustiere. Jetzt schon drohen bei Kontrollen Ermahnungen oder die Konfiszierung der Tiere. Das neue Gesetz würde die Situation für Hundehalter aber deutlich verschärfen. Dem Entwurf zufolge sollen beschlagnahmte Tiere künftig in Zoos kommen oder in die Wildnis geschickt werden. Ausgenommen werden laut dem Entwurf nur die Hunde von Polizei, Jägern und Bauern. Bereits vor drei Jahren war ein ähnliches Gesetz ins Parlament eingebracht worden, fand dort aber keine Unterstützung.



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