Logo
25.06.2010

Hunde aus dem Ausland überschwemmen die Schweiz

SCHWEIZ – Im Rahmen der Vernehmlassung zum Tierseuchengesetz fordert VIER PFOTEN Schweiz von den Bundesbehörden und dem Parlament eine Verschärfung der Einfuhrbestimmungen für ausländische Hunde, die aus nicht tiergerechter Haltung stammen. VIER PFOTEN Schweiz veröffentlichte heute die von ANIS ermittelten Importzahlen für Hunde: In den letzten beiden Jahren ist die Einfuhr ausländischer Hunde aus nicht zweifelsfreier Herkunft massiv gestiegen, was entschlossene und schnelle Massnahmen erfordert.

Gemäss ANIS (Animal Identity Service AG) stieg die Zahl der aus dem Ausland eingeführten und registrierten Hunde im letzten Jahr massiv an und liegt nun bei rund 15'000 Tieren. Bei den beliebtesten Zwergrassen sehen die Zahlen wie folgt aus: 2009 lag der Anteil importierter  Chihuahuas um über 10 % höher als noch 2007, womit heute fast die Hälfte dieser Hunde aus dem Ausland stammt. Bei den Möpsen war der Anstieg noch stärker: von 37,6 % im Jahr 2007 stieg der Anteil importierter Tiere 2008 schlagartig auf 57,5 % und im letzten Jahr auf 61,4 %. Experten gehen davon aus, dass diese Hunde in 9 von 10 Fällen aus tierschutzwidrigen Massenzuchten in Osteuropa stammen.
 
Der Bund hat die Risiken für die Tiergesundheit erkannt: Mit Anpassungen im Tierseuchengesetz (TSG) will er den unkontrollierten Handel mit Junghunden unterbinden – auch weil die Gefahr besteht, dass diese die Tollwut und andere Krankheiten einschleppen. Doch die Ergänzung in Artikel 21 des TSG, wie es derzeit in der Vernehmlassung ist, greift nicht und wird die den Tierschutz betreffenden Probleme nicht beheben können.
Deshalb fordert VIER PFOTEN Schweiz:

Der gewerbsmässige An- und Weiterverkauf von Hunden muss strengen tierschutzrechtlichen Bestimmungen unterworfen und kontrolliert werden.
 
Hundewelpen dürfen erst ab 12 Wochen ohne Begleitung der Mutter transportiert werden.

Die Durchsetzung an der Grenze und die Kontrollen durch die kantonalen Veterinärbehörden müssen verschärft werden. Die Grenzbeamten müssen besser ausgebildet und sensibilisiert sowie die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Inserieren sogenannt "billiger Welpen" auf Internetplattformen muss durch geeignete Massnahmen massiv eingeschränkt werden.

Immer mehr Schweizer kaufen Hundewelpen von «Züchtern» aus osteuropäischen Ländern. Katharina Beriger von VIER PFOTEN erklärt: «Was die meisten Käufer nicht wissen ist, dass sie damit unseriöse Züchter oder gar mafia-ähnliche Organisationen in Ländern wie der Ukraine, Polen und Ungarn unterstützen ». VIER PFOTEN führt deshalb europaweit die Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel verstärkt weiter.
 
Vanessa Gerritsen von der Stiftung für das Tier im Recht (TIR) bemängelt die Schlupflöcher in der aktuellen Rechtslage und kritisiert, dass gerade der im Internet stattfindende Welpenhandel durch das vorgeschlagene Hausierhandelsverbot nicht tangiert werde. In der jetzigen Fassung bleibe die zur Diskussion stehende Regelung weit hinter den tierschutzrechtlichen Bedürfnissen zurück und sei daher als ungenügend zu erachten. Die Stiftung für das Tier im Recht empfiehlt, dass die Gesetzesvorlage unter Berücksichtigung der genannten Schwachstellen überarbeitet wird.



Benutzer:
Passwort:
Neu registrieren
Passwort vergessen?

Notfälle

Petfinder.ch arbeitet eng mit zwei Tierärztinnen zusammen, die auf die häufigsten Notfälle bei Hunden, Katzen,Pferden und Nagern eingehen.
» mehr 

Heimatlose Tiere suchen ein Zuhause

heimatlose Tiere suchen ein Zuhause - Hunde, Katzen, Nager usw.

Über 1000 heimatlose Tiere suchen bei uns ein neues Zuhause. Tiervermittlung für Hunde, Katzen, Nager und mehr...