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16.07.2010

Hunde haben die Intelligenz von Kleinkindern

OESTERREICH - Hunde galten lange Zeit nicht als interessante Forschungsobjekte. Man hielt sie für degenerierte Haustiere, die im Laufe der Domestikation allerlei Fähigkeiten eingebüsst hatten. Inzwischen geniessen jedoch auch Hunde grosses Interesse in der Forschung. Neue Forschungszentren wie das "Clever Dog Lab" in Wien oder das "Duke Canine Cognition Center" in North Carolina widmen sich den lange unterschätzten geistigen Fähigkeiten des gemeinen Haushundes alias Canis familiaris. Und schon jetzt zeigen ihre Arbeiten: Hunde sind viel klüger als gedacht - bei manchen Aufgaben übertreffen sie sogar die Menschenaffen.

Jeder Hund ist fähig, Wörter zu lernen. Laut dem kanadischen Verhaltensforscher Stanley Coren beherrscht ein durchschnittlich intelligenter Canis familiaris 165 Begriffe - fleissiges Training vorausgesetzt. Denn nicht anders als menschliche Schüler müssen Hunde Vokabeln pauken. Border Collies - nicht zu verwechseln mit den gewöhnlichen Collies à la "Lassie" - sind Coren zufolge die gelehrigsten aller Hunde. Der Forscher wertete eine Reihe von Studien aus und stellte ein Ranking der klügsten Rassen auf: Platz zwei und drei halten demnach Pudel und Deutscher Schäferhund, gefolgt von Golden Retriever und Dobermann. Die Wiener Forscherin Friederike Range hat zudem bewiesen, dass Hunde fähig sind, Kategorien wie "Hund" oder "Landschaft" zu bilden. Sie setzte ihre Versuchstiere im "Clever Dog Lab" vor den Computer und liess sie per Touchscreen entsprechende Fotos sortieren - kein Problem für Border Collie Guinness, Rottweiler Lucy und Genossen.

Quelle: Tierschutznews.ch