Logo
20.10.2010

Hunde unnötig eingeschläfert

SCHWEIZ – Die Tierheime sind überfüllt und jeder Kanton wurstelt an einem eigenen Hundegesetz. Es fehlt an einer gesamtschweizerischen Hundegesetzgebung. Deshalb werden in der Schweiz nicht nur aggressive Hunde sondern auch unauffällige Verzichtshunde getötet.

Auch Welpen werden getötet, nur weil sie nicht vermittelbar oder in anderen Kantonen platzierbar sind. Die Veterinärämter und die nationale Datenbank Anis wollen die genauen Zahlen nicht bekannt geben. Vergangene Woche wollte das Veterinäramt Zürich einen sieben Wochen alten Pitbull in einem Tierheim platzieren. Es hiess, er werde eingeschläfert, wenn das Tierheim für das Hundebaby keinen Platz haben würde. Das Tierheim hatten aber keinen Platz, da es keine Rassenlistenhunde mehr aufnimmt, solange die Tiere nicht vermittelt sind. Eine Umfrage des Schweizer Tierschutzes (STS) zeigte, dass 23 Tierschutzvereine keine «Listenhunde» mehr aufnehmen. Gerade im Herbst sind die Heime wegen der zusätzlichen Ferienhunde überfüllt. Das Veterinäramt des Kantons Zürich versucht die Listenhunde in sehr vielen Kantonen zu platzieren. Wenn sie es nicht schaffen, dann wird der Hund euthanasiert. Egal wie alt und gesund das Tier ist. Hundeexperten sind sich einig: die unklare Gesetzeslage ist schuld. Solange verschiedene Rassenlisten und kantonale Gesetze gelten, werden immer wieder junge, unauffällige Listenhunde getötet. Der STS und die SKG fordern eine schweizweite Lösung, wie sie der Ständerat vorgeschlagen hat: Keine kantonale Regelungen mit Rassenverbotslisten, sondern eine Haltebewilligung für potenziell gefährliche Hundetypen. Bei der Definition der Liste dürfe es aber nicht zu einer «Rassenliste» kommen. Sobald es eine solche Liste gäbe, müssten alle Mischlinge mit diesen Rassen eingeschläfert werden, weil sie aus einer nicht anerkannten Zucht kommen und verboten wären. Der SKG spricht sich deshalb für eine Hundetypenliste, bei der Kategorien wie beispielsweise Gewicht oder Grösse ausschlaggebend wären.



Benutzer:
Passwort:
Neu registrieren
Passwort vergessen?

Notfälle

Petfinder.ch arbeitet eng mit zwei Tierärztinnen zusammen, die auf die häufigsten Notfälle bei Hunden, Katzen,Pferden und Nagern eingehen.
» mehr 

Heimatlose Tiere suchen ein Zuhause

heimatlose Tiere suchen ein Zuhause - Hunde, Katzen, Nager usw.

Über 1000 heimatlose Tiere suchen bei uns ein neues Zuhause. Tiervermittlung für Hunde, Katzen, Nager und mehr...