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05.09.2014

Importverbot von Trophäen verlangt

Jährlich reisen Tausende von Menschen in aller Herren Länder, um dort der Jagd nachzugehen. Ein besonders beliebtes Reiseziel sind afrikanische Staaten, wohin es jährlich über 18 000 Jagdtouristen zieht und wo Löwen, Elefanten, Antilopen, Büffel, Leoparden und viele weitere Tierarten erlegt werden.

Bild: Antijagd.ch

Ein wichtiger Antrieb ist dabei die Jagd nach einer Trophäe. Auch Schweizer frönen der Trophäenjagd. Wie viele es sind, ist nicht bekannt, wie der Bundesrat soeben auf eine Interpellation zu «tierschutzwidrigen Trophäenimporten» der Berner Nationalrätin Aline Trede (gp.), geantwortet hat.

Dem Schweizer Tierschutz (STS) geht die Trophäenjagd dennoch wider den Strich. Er verlangt ein Importverbot von Jagdtrophäen – insbesondere von Tieren wie Elefanten, Nashörnern, Affen sowie Gross- und Kleinkatzen. Anders als oft behauptet, sei es äusserst zweifelhaft, dass der Jagdtourismus dem Artenschutz diene, sagte Sara Wehrli vom STS in Zürich vor den Medien.

Um seine Argumente zu unterstreichen, lud der STS den Südafrikaner Ian Michler ein, der als Safariunternehmer und Umweltjournalist arbeitet. Michler verurteilt vor allem das «cunned hunting», bei dem speziell dafür gezüchtete «Wildtiere» in Gattern «gejagt» werden. Laut Michler gibt es keine naturschützerisch überzeugenden Gründe für die Trophäenjagd. Es lägen keine Beweise vor, dass diese zum Artenschutz beitrage. Das Gegenargument der Jäger lautet, dass ein Teil der Einnahmen durch die Jagd in den Naturschutz investiert werde. Michler propagiert statt der Jagd die Fotosafari. Anders als die Jagd könne diese zum einen das ganze Jahr über betrieben werden und schaffe zum anderen auch mehr Arbeitsplätze.

Der Bundesrat teilt zwar die Meinung des Tierschutzes, dass gewisse im Ausland praktizierte Formen der Jagd in der Schweiz auf Unverständnis stiessen und auch nicht hiesigen tierschutzrechtlichen und ethischen Massstäben entsprächen. Im Ausland seien aber grundsätzlich die im jeweiligen Land geltenden Vorschriften massgebend. Die Regierung verweist auf internationale Abkommen, die den Verkehr mit Jagdtrophäen regeln. Diese Abkommen zu verbessern, sei für den Tier- und Artenschutz zielführender als die Einführung eines Importverbots der Schweiz. Um Druck auf die Länder zu erzeugen, müssten die Massnahmen international abgestützt sein.

Zudem geht der Bundesrat davon aus, dass die Trophäenjagd von Schweizern auf Tiere wie Elefanten, Nashörner, Grosskatzen oder Eisbären «von einem vergleichsweise kleinen Teil der Jagdtouristen» ausgeübt wird. Schweizer Jäger führten vor allem Wildschweine, Rehe, Hirsche oder Mufflons aus EU-Staaten ein.

Quelle: Antijagd.ch



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