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17.08.2009

In Kanada bleiben die Rotlachse aus

KANADA – Bis zu zehn Millionen Rotlachse wären bis Ende August in den Gewässern der westkanadischen Provinz British Columbia zum Laichen zurück erwartet worden – bisher sind gerade mal 600'000 gesichtet worden. Vom Rest fehlt jede Spur.

Wissenschaftler und Naturschützer rätseln, wo die im Jahr 2005 geschlüpften Rotlachse abgeblieben sind. Bis zu 10 Millionen sollten es sein, die in diesen Tagen in ihre Geburtsgewässer hätten zurückkehren sollen, um dort selbst Nachwuchs zu zeugen.

Auch Biologe Stan Proboszcz hat keine Erklärung dafür. Seiner Meinung nach könnten unzählige Faktoren für das Ausbleiben der Rotlachse verantwortlich sein. Vielleicht seien sie aber auch einfach nur spät dran. Experten und Umweltschützer sehen eine mögliche Ursache in der Erderwärmung, die das Ökosystem der Ozeane durcheinander gebracht haben könnte. Oder aber es fehle ihnen die Nahrung. Krankheiten und Parasiten hält zudem die Naturschutzorganisation Greenpeace für möglich.

Besorgt sind auch die einheimischen Fischer, die mit den rückkehrenden Lachsen ihren Lebensunterhalt verdienen. Für sie ist deren Ausbleiben eine Katastrophe. Sie hoffen nun, dass wenigstens die Buckel- und Ketalachse pünktlich zum Laichen im Fluss Fraser eintreffen. Dies sollte zwischen Ende August und Oktober der Fall sein.