Logo
04.08.2009

Innerschweizer Wolf zum Abschuss freigegeben

SCHWEIZ – Nachdem ein Wolf im Entlebuch bereits 27 Schafe gerissen hatte, wurde er gestern von der Staatskanzlei Luzern nun zum Abschuss freigegeben. Die Abschussverfügung tritt in Kraft, sobald der Wolf das nächste Mal Tiere angreift.

Gemäss dem Schweizer Wolfskonzept kann ein Wolf zum Abschuss freigegeben werden, wenn das Tier innerhalb von vier Monaten 35 Nutztiere oder innerhalb eines Monats 25 Nutztiere reisst. Beim Wolf, der im Entlebuch 27 Schafe gerissen hat, ist dieses wichtige Kriterium erfüllt, ebenfalls trifft zu, dass die betroffenen Schafbesitzer die im Wolfskonzept vorgeschriebenen machbaren und kurzfristig umsetzbaren Herdenschutz-Massnahmen getroffen hatten.

Die interkantonale Kommission und die eidgenössische Jagdaufsicht haben damit nun also den Abschuss des Wolfs beschlossen, um weiteren Schaden zu vermeiden. Die Abschussverfügung tritt in Kraft, sobald der Wolf das nächste Mal zuschlägt. Josef Muggli, Fischerei- und Jagdverwalter von Luzern, geht davon aus, dass dies in etwa einer Woche der Fall sein dürfte. Für den Abschuss bleiben den Wildhütern und Jagdaufsehern 60 Tage Zeit. Es sei allerdings eine schwierige Aufgabe, einen Wolf zu erlegen, betont Muggli.

Die Schafzüchter zeigen sich über den Entscheid erleichtert. Christian Aeschlimann, Präsident des Schafzüchterverbandes, sieht im Abschuss die einzige mögliche Massnahme, die man momentan treffen konnte. Der Wolf habe in kurzer Zeit viele Schafe gerissen. Mit dem Abschuss des Wolfes sei die Problematik aber nicht vom Tisch. In Zukunft müsse sicher Herden-Schutz betrieben werden, um für die nächsten Wölfe gewappnet zu sein.

Der Wolf hält sich im Grenzgebiet von Obwalden und Luzern auf. Gesehen wurde er bereits an verschiedenen Orten, im November 2008 war er in Obwalden in eine Fotofalle getappt. Der Innerschweizer Wolf ist nicht der erste, der zum Abschuss freigegeben wurde. Seit 2000 ereilte dieses Schicksal sieben Wölfe, fünf davon wurden effektiv erlegt.



Benutzer:
Passwort:
Neu registrieren
Passwort vergessen?

Notfälle

Petfinder.ch arbeitet eng mit zwei Tierärztinnen zusammen, die auf die häufigsten Notfälle bei Hunden, Katzen,Pferden und Nagern eingehen.
» mehr 

Heimatlose Tiere suchen ein Zuhause

heimatlose Tiere suchen ein Zuhause - Hunde, Katzen, Nager usw.

Über 1000 heimatlose Tiere suchen bei uns ein neues Zuhause. Tiervermittlung für Hunde, Katzen, Nager und mehr...