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12.09.2011

Jäger wollen für tierquälerisches Hundetraining Ausnahme aus Tierschutzgesetz

OESTERREICH – Letzten Freitag fand in Perchtoldsdorf eine von der Jägerschaft organisierte Veranstaltung mit dem irreführenden Titel "Teletaktverbot als Tierquälerei" statt.

Wie so manche Schutzhundesportler, deren tierquälerische Methoden die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN kürzlich aufdeckte, treten auch Jäger für die Legalisierung von Elektroschockgeräten für Hunde ein - sie wollen also eine Ausnahme für Tierquälerei aus dem Tierschutzgesetz erreichen.

"Durch die Referate wurde ganz klar, wie wenig die Jägerschaft über gewaltfreies Hundetraining weiss: Methoden, bei denen Hunde für 'Sitz' bei der Hüfte runter gedrückt und fürs 'Platz' die Vorderbeine weggezogen werden, sollten längst der Vergangenheit angehören", ist Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN, empört. "Haarsträubende Argumente können den Wunsch nach schnellen Zwangs- und Strafmethoden nicht verschleiern. Die bei der Veranstaltung gezeigten Videos über den Einsatz der Elektroschockgeräte verdeutlichten die strafende Anwendung."

Neben der Aufhebung des Teletaktverbotes möchte die Jägerschaft weiters bewirken, dass die gesamte Jagdhundeausbildung aus dem Tierschutzgesetz ausgenommen wird. So könnten sie auch Übungen legal ausführen, bei denen Hunde auf lebende Tiere gehetzt werden. Auch jetzt passiert dies mangels Kontrollen regelmässig. VIER PFOTEN spricht sich vehement gegen die Aufhebung des Verbots aus und wird dies mit allen Mitteln verhindern.

Die gemeinsame Affinität der Jagd- und Schutzhundeszene zu in Österreich illegalen Starkzwangmethoden spiegelte sich auch in der Liste der Vortragenden wieder, die bekannt für ihre verharmlosenden Abhandlungen über den Einsatz von Teletakt bzw. Schutzhundesportler und bekennende Befürworter von Elektroschockgeräten sind.

"Jedem leuchtet ein, dass ein jagender Hund nicht wegen einem angenehmen Massageeffekt' vom Wild ablässt sondern wegen dem Schock, der durch den unerwarteten Schmerz entsteht. Offensichtlich wissen Jagdhundeausbildner nicht, wie sie ihre Hunde ohne Zwangs- und Strafmassnahmen ausbilden sollen", so Stadler abschliessend.



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