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15.03.2011

Jetzt heisst es wieder: Vorsicht vor Zecken & Co.

Der Frühling ist da und damit halten sich auch Mensch und Tier gerne wieder vermehrt im Freien auf. Der Spaziergang mit dem Vierbeiner darf ruhig auch mal wieder ausgedehnter ausfallen und Katzen machen wieder ausgiebiger Gebrauch von ihrem Freigang. Doch aufgepasst: die steigenden Temperaturen birgen auch Gefahren, denn auch Zecken und Mücken sind nun wieder auf Nahrungssuche und können durch ihren Stich möglicherweise ernsthafte Erkrankungen übertragen.

Eine dieser schwerwiegenden Krankheiten ist die Frühsommer Meningoencephalitis (FSME), eine Virusinfektion, welche bei Hunden und Menschen Hirn- und Hirnhautentzündung auslösen kann. Übertragen wird sie durch den Gemeinen Holzbock, die in Mitteleuropa am häufigsten anzutreffende Zeckenart. Menschen können sich gegen die FSME impfen, für Tiere gibt es derzeit noch keinen Impfstoff. Die zweite schwere Krankheit, die der Gemeine Holzbock übertragen kann, ist die Borreliose. Sie ist die am häufigsten von Zecken übertragende Erkrankung beim Menschen. Gegen diese Bakterien-Infektion gibt es auch für den Menschen keine Schutzimpfung. Für Hunde kann zudem eine Babesiose-Erkrankung schwerwiegend sein. Sie wird landläufig auch als Hundemalaria bezeichnet und kann durch die Zerstörung der roten Blutkörperchen zu Blutarmut und Gelbsucht führen.  

Schützen Sie sich und Ihre Haustiere

Zu den Schutzmassnahmen gegen die oben erwähnten sowie weiteren von Zecken und Mücken übertragbare Krankheiten zählen vor allem Anti-Zecken/Mücken-Mittel und bei Hund und Katze entsprechende Halsbänder. Auch wenn bei Katzen Erkrankungen durch Zecken nur eine untergeordnete Rolle spielen, sind Schutzhalsbänder für freilaufende Katzen sinnvoll, da Zeckenstiche bei ihnen auch Allergien und Entzündungen hervorrufen können.

Um Zeckenstiche zu verhindern, ist es angebracht, Hunde und Katzen nach jedem Spaziergang im Grünen resp. nach jedem Freigang zu untersuchen. Zecken stechen meist nicht sofort, sondern suchen sich speziell dünnere Hautstellen, und wandern auf der Suche nach diesen bis zu einer Stunde lang auf dem Körper herum. Und auch wenn eine Zecke bereits am Blutsaugen ist, gilt: je früher sie dabei entdeckt und fachgerecht entfernt werden kann, desto geringer ist das Infektionsrisiko. Denn die Borreliose-Erreger z.B. werden meist erst nach den ersten 24 Stunden nach und nach übertragen. Untersuchen Sie deshalb das Fell Ihres Vierbeiners gründlich und entfernen Sie bereits saugende Zecken mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte. Das Beträufeln der Zecke mit Öl, Alkohol, Äther oder sonstigen Lösungen sollte jedoch unterlassen werden. Dies führt nur dazu, dass die Zecke ihren Magen- und Speicheldrüseninhalt in die Wunde entleert und genau damit einen möglicherweise vorhandenen Erreger übertragen kann.

Wenn Sie an einer bestmöglichen Prophylaxe für Ihren Hund oder Ihre Katze interessiert sind, sprechen Sie am besten Ihren Tierarzt darauf an und lassen Sie sich von ihm beraten.

 



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