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24.07.2010

Kantons-Tierärztin nach Lama-Drama unter Beschuss

SCHWEIZ – Weil gemäss der Zürcher Kantons-Tierärztin Regula Vogel ein Bauer sein Lama nicht artgerecht gehalten hat und er das Tier deshalb schlachten lies, laufen jetzt Tierschützer Sturm.

Ein Bauer in Greifensee ZH, hielt seit acht Jahren ein Lama namens Klara. Es war Gesellschafterin für Esel Maxi. Die beiden verstanden sich bestens. Dann aber führte eine anonyme Klage wegen magelnder Platz- und Lichtverhältnisse zum Besuch von Kantonstierärztin Regula Vogel auf dem Bauernhof. Sie beanstandete, dass sowohl Klara wie auch Maxi ohne Artgenossen gehalten wurden, was laut Tierschutzgesetz nicht gestattet ist. Dass Lama und Esel sehr aneinander hingen, interessierte sie nicht. Meier hätte entweder Klara oder Maxi weggeben und fürs verbleibende Tier einen Sozialpartner kaufen müssen oder dann je zwei Lama und zwei Esel halten müssen. Nun lebt Maxi auf einem Ponyhof und Klara wurde geschlachtet. Das empört Tierschützer. Es ist sehr schwer, Lamas, die so lange ohne Herde gelebt hätten, wieder einzugliedern. Karin Juling-Hauser von der Lama-Farm Yacana, widerspricht dem, sie hätte Klara aufgenommen. Für Vogel war es ein Abwägungsentscheid. Die nötigen Schritte, um die gesetzlichen Minimalanforderungen einzuhalten, waren für den Bauern zumutbar.