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06.10.2011

Kapuzineraffe Filu geniesst die Freiheit im Tessin

SCHWEIZ – Ein Kapuzineräffchen ist vor rund vier Wochen aus dem Zoo Al Maglio in Magliaso TI ausgebrochen. Es befindet sich seitdem auf der Flucht durch die Wälder der Region Malcantone im schönen Tessin. Zwar lässt sich "Filù" fast täglich von Anwohnern und Zoomitarbeitern füttern. Ihn einzufangen ist bis heute aber nicht gelungen.

Bild: Wikipedia, José Reynaldo da Fonseca

Gefährlich soll der kleine Ausbrecher nicht sein, sagte Zoodirektorin Edith Fehr. Weder Menschen noch Tiere müssten sich vor ihm fürchten. Da er sich zudem vom Strassenverkehr fernhält, seien auch die Wildhüter nicht in Alarmbereitschaft.??Filù habe einen Bewegungsradius von rund zwölf Kilometern und tauche abwechselnd in den Dörfern des Malcantone auf. Mal sässe er auf einem Baum, mal auf einem Haus. In Ponte Tresa beispielsweise habe er sich auf den Fussballplatz gehockt und vom ganzen Dorf mit Bananen füttern lassen.??Das Äffchen sei schon vor einem Monat aus dem Gehege des Privatzoos gesprungen sein, sagte Edith Fehr. Sie selbst habe in dem Moment gerade die Käfigtür verschliessen wollen. Es schien ihr, als habe Filù diese Gelegenheit gezielt abgepasst.??Ihn zu fangen sei wohl nur mit einem Betäubungsgewehr möglich. Dazu müsse der richtige Moment abgepasst werden, damit das Tier nicht irgendwo hinunter stürzen könne. Dies gelinge nur mit Geduld. Fast täglich seien sie über Filùs Aufenthaltsort informiert und würden ihn füttern.??"Wir hoffen einfach, dass wir ihn bekommen, bevor Regen oder Kälte einsetzen," sagte Edith Fehr weiter. Allerdings würde sich der Affe bei schlechtem Wetter selbst einen warmen Platz suchen. Anwohner hätten bereits angeboten, ihre Ställe für ihn zu öffnen.??

Harsche Kritik zu dem Vorfall gab es seitens des Tierschutzvereins Bellinzona. Präsident Armando Besomi kündigte an, rechtliche Schritte gegen den Zoo einleiten zu wollen. Er fordert schon seit Jahren, die Anlage, die auch diverse exotische Tiere beherbergt, in einen Wildpark für einheimische Arten umzuwandeln.

Quelle: Tierschutznews.ch



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